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Für ein umfassendes Streikrecht

Die Bundesrepublik Deutschland hat weltweit das rückständigste und restriktivste Streikrecht. Das Streikrecht in Deutschland ist lediglich Richterrecht. Im Grundgesetz (GG) findet sich außer der Koalitionsfreiheit gemäß Art. 9 Abs. 3 kein konkreter Hinweis

Unterzeichnen Sie den Wiesbadener Appell.

Knecht zweier Herren. Zur Abschaffung der Leiharbeit PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 28. September 2011 um 05:48 Uhr

In den letzten Jahren nehmen wir einen dramatischen Anstieg der Leiharbeit – verharmlosend gern auch Zeitarbeit genannt – wahr, während gleichzeitig Stammbelegschaften schrumpfen. Leiharbeitsmessen gelten als Pflichtveranstaltung für Arbeitssuchende, sonst wird ihnen das Arbeitslosengeld gekürzt. In nahezu allen Branchen boomt das Geschäft mit außer-Haustariflichen, deshalb billigen, und leicht zu kündigenden Arbeitskräften. Gewerkschaftliche Organisierung ist durch die Atomisierung der Leihbelegschaft auf verschiedene Arbeitsstätten oder -bereiche nur schwer möglich. Aber es gibt doch Tarifverträge für Leiharbeiter? Ein Mitglied der FAU Frankfurt a.M. stellt die Kampagne "Leiharbeit abschaffen" vor und zeigt Beispiele und Möglichkeiten der Gegenwehr.

UBaLuMa Unabhängige Basisgewerkschaft Ludwigshafen/Mannheim ist:
selbstorganisiert – kämpferisch – solidarisch


Warum eine alternative Gewerkschaft?

Wir sind unzufrieden. Unzufrieden mit den Verhältnissen, unzufrieden mit unbeweglichen Gewerkschaftsapparaten, die unsere Lust auf gesellschaftliche Veränderung nicht befriedigen können. Deshalb haben wir uns entschieden, neue Wege zu gehen. Wir wollen Teil einer lebendigen Gewerkschaft sein, in der wir unsere Angelegenheit selbst regeln: basisdemokratisch, selbstverwaltet, föderalistisch – und mit einer kämpferischen Perspektive. Die sozialen Probleme, die der Kapitalismus hervorbringt, sind umfassend. Und schon lange haben die etablierten Gewerkschaften dem wenig entgegenzusetzen. Wir finden, dass es Zeit ist, (wieder) ein anderes Gewerkschaftsverständnis zu entwickeln, wie es außerhalb Deutschlands bereits verbreitet ist: die Idee revolutionärer Basisgewerkschaften.

Selbstorganisation: die Mitglieder bestimmen!
Wir funktionieren dezentral, orientieren uns also an den Bedingungen vor Ort und den Bedürfnissen der Mitglieder. Bei uns trifft ausschließlich die Basis selbst die Entscheidungen. Jedes Mitglied kann sich aktiv einbringen und die Gewerkschaftsarbeit mitbestimmen. Forderungen werden von denen entwickelt, die sie auch betreffen. Die Delegierten werden aus den eigenen Reihen bestimmt. Sie sind bei der Ausführung von Beschlüssen an den Willen der Basis gebunden und können jederzeit abberufen werden. Unsere Strukturen sind für alle Mitglieder transparent und selbstbestimmt.

Engagement ist unsere Stärke

Ohne schwerfällige Apparate und durch die Aktivität der Basis sind wir wendiger und können uns rasch auf konkrete Situationen einstellen. Die Unterstützung in Konflikten ist schnell und kreativ. Dabei setzen wir auf die Mobilisierbarkeit aller Mitglieder und auf direktes Handeln. Durch die Förderung eigener Initiative sammeln die Mitglieder Erfahrung und werden unabhängig von Funktionären.

Solidarität – nicht nur eine Phrase

Solidarität und gegenseitige Hilfe wird bei uns groß geschrieben. Denn ein Angriff auf einen ist ein Angriff auf alle. Deshalb soll niemand mit seinen Problemen allein gelassen werden. Wir wollen eine Gewerkschaft sein, die allen Lohnabhängigen, egal ob ArbeiterInnen, Angestellten, FreiberuflerInnen, StudentInnen und SchülerInnen oder Erwerbslosen offen steht. Nur, wenn auch die an den Rand gedrängten der Gesellschaft – Arbeitslose, Prekäre, MigrantInnen – ihren Platz in unserer Mitte haben, sind wir als Lohnabhängige weniger angreifbar.

Endlich in die Offensive!
Wir wollen für konkrete Verbesserungen unserer alltäglichen Arbeits- und Lebensbedingungen kämpfen. Entscheidend ist die Art und Weise: Wir wollen dabei offensiv agieren und nicht nur auf Inflationsentwicklungen und Arbeitsplatzabbau reagieren. Es ist an uns, die Umverteilung von unten nach oben zu stoppen, indem wir einen größeren Teil des wachsenden, von uns selbst produzierten gesellschaftlichen Reichtums wieder zurückgewinnen.

Mehr als nur Gewerkschaft

Als umfassende Gewerkschaft haben wir unabhängig zu sein, frei von Kirche, Staat und Parteien. Stattdessen mischen wir uns selber gesellschaftlich ein: Ökologische und soziale Probleme betreffen uns Lohnabhängige, die wenig Handlungsoptionen haben, immer am härtesten. Auch die Probleme des Sexismus und des Rassismus wirken aus der Gesellschaft in die Arbeitswelt hinein und machen uns diese häufig unerträglich. Die Ausweitung von Gleichberechtigung und Mitsprache in allen Bereichen gehört zu unseren vordringlichsten Anliegen.

Umfassend und föderalistisch
Wir möchten uns bereichspezifisch (lokal, nach Branche und Betrieb) und autonom organisieren. Gruppenegoismen haben keinen Platz bei uns. Wir möchten mit ähnlichen Initiativen föderal und im Geiste der Solidarität zusammenarbeiten. Deshalb streben wir den Anschluss an die Gewerkschaftsföderation der Freien ArbeiterInnen-Union (FAU) an und werden den Austausch mit anderen Basisgewerkschaften auf der ganzen Welt suchen. Solidarität muss auch international organisiert werden.

Die Zukunft im Blick
Wir kämpfen energisch für konkrete Verbesserungen, wollen aber da nicht Halt machen. Durch die Zusammenführung und Ausweitung von Kämpfen wollen wir Fahrt aufnehmen, um Gesamtveränderungen herbeizuführen. Im Sinn haben wir eine Gesellschaft und eine Wirtschaft, die auf kollektiver, basisdemokratischer Selbstverwaltung fußen. Den Aufbau entsprechender Strukturen zählen wir deshalb zu unseren gewerkschaftlichen Aufgaben.

Kämpferisch:
Wir wollen eine offensive Gewerkschaft, die über eine begrenzte Lohnpolitik hinausgeht.

Selbstorganisiert:

Wir bilden Basisgruppen, die über ihre Forderungen und Kämpfe selbst entscheiden.

Solidarisch:

Wir kämpfen gemeinsam und unterstützen einander — auf allen Ebenen.

Mitmachen!
Wenn dich unsere Idee interessiert, dann schau doch vorbei und beteilige dich am Aufbau einer kämpferischen Basisgewerkschaft in Ludwigshafen/Mannheim. Wir treffen uns zweiwöchentlich (2. u. 4. Dienstag im Monat) um 19. 00 Uhr im ASV (Arbeitersportverein) in der Beilstr. 12 (Hinterhof).

von Unabhängige Basisgewerkschaft Ludwigshafen-Mannheim

Zeit:  
Dienstag, 11. Oktober · 19:00 - 22:00 Uhr
Ort: 
Jugendkulturzentrum
FORUM Mannheim
Neckarpromenade 46
Mannheim

Eine Veranstaltung der UbALuMa
(Unabhängige Basisgewerkschaft Ludwigshafen Mannheim)

 
 

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