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Aktionswoche Schuldnerberatung: 27. Juni bis 01. Juli PDF Drucken E-Mail
Freitag, den 24. Juni 2011 um 01:48 Uhr

Mangel an Schuldnerberatungsstellen verschärft Situation überschuldeter Haushalte

Berlin, 22. Juni 2011. Zwischen drei und vier Millionen Privathaushalte sind in Deutschland überschuldet. Bundesweit gibt es jedoch nur knapp 1.000 gemeinnützige Beratungsstellen mit rund 1. 500 Beratern in den Kommunen, Wohlfahrtsverbänden und Verbraucherzentralen. Diese mangelhafte Beratungskapazität führt dazu, dass es nur rund zehn Prozent der überschuldeten Menschen möglich ist, in einer Schuldnerberatungsstelle kostenlose Hilfe zu erhalten. Die Folge sind monatelange Wartezeiten, verzweifelte Ratsuchende und überlastete Beratungskräfte.

In der Aktionswoche Schuldnerberatung informieren die Schuldnerberatungsstellen vom 27. Juni bis 1. Juli 2011 bundesweit über das unzureichende Angebot an sozialer Schuldnerberatung und die sich daraus ergebenden Nöte für die betroffenen Menschen.

So fordert die Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände (AG SBV) eine angemessene personelle Ausstattung der Schuldnerberatungsstellen und kritisiert, dass die Zugänge über die kommunale Finanzierung uneinheitlich sind und Hilfesuchende ausschließen. Ein Beispiel hierfür ist die Verbraucherinsolvenz. Sie ist ein bewährtes Instrument der Schuldnerberatung, da sie den Betroffenen ein schuldenfreies Leben nach sechs Jahren ermöglicht. In manchen Kommunen wird jedoch die Begleitung von privaten Insolvenzen als Teil der Schuldnerberatung ausgeschlossen. Das verringert den Erfolg und macht fachlich keinen Sinn. Problematisch sind zudem Bestrebungen, die überschuldeten Haushalte an der Finanzierung der Schuldnerberatung mit einem Eigenbeitrag zu beteiligten.

Seit 10 Jahren initiiert die AG SBV die bundesweite „Aktionswoche Schuldnerberatung“. Grundsätzliches Ziel der Aktionswoche ist es, die Öffentlichkeit für die Situation überschuldeter Haushalte zu sensibilisieren und dabei die Notwendigkeit von Maßnahmen zur Verhinderung von Armut und sozialer Ausgrenzung der betroffenen Familien und deren Kindern deutlich zu machen. Im Fokus der diesjährigen Aktionswoche steht das Thema „Fina nzierung der Schuldnerberatung“

Politische Forderungen, Informationen und Hintergrundmaterialien finden Sie unter www.aktionswoche-schuldnerberatung.de und www.agsbv.de .

Kontakt: Marius Stark, SKM - Katholischer Verband für soziale Dienste in Deutschland, Tel: (02 21) 91 39 28 84, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 
 

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