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Erfolgsprogramm „Soziale Stadt“ weiter fördern PDF Drucken E-Mail
Freitag, den 14. Oktober 2011 um 16:05 Uhr

Berlin (Diakonie) - Nach Ansicht der Diakonie muss das Programm „SozialeStadt“ als Gemeinschaftsinitiative von Bund, Ländern und Gemeinden ohne Einschränkung weitergeführt werden.

„Wir brauchen eine breit angelegte Investitionsoffensive Soziale Stadt, die die soziale und bauliche Abwärtsentwicklung in benachteiligten Stadtquartieren stoppt und den Zusammenhalt in den Nachbarschaften stärkt“ sagt Diakonie-Präsident Johannes Stockmeier am Mittwoch in Berlin. Anlass ist der 5. Bundeskongress Nationale Stadtentwicklungspolitik, der heute und morgen in Kassel stattfindet.

Die Erfahrungen aus der „Sozialen Stadt“ zeigten, dass damit wichtige Beiträge zur Sicherung des sozialen Friedens in den Städten geleistet worden seien. Durch die Vernetzung und Bündelung verschiedener fachlicher Kompetenzen sei der Anschluss von Brennpunkten an die Stadtgesellschaft sichergestellt worden.

„Trotz großer Erfolge hat der Bund die Mittel für das Programm rigoros von über hundert auf 29 Millionen Euro gekürzt“, kritisiert Stockmeier. Zwar sehe der Bundeshaushalt 2012 vor, die Mittel künftig wieder auf 40 Millionen anzuheben. Gefördert würden künftig aber vorranging bauliche Investitionen im Quartier. „Zu befürchten ist, dass die Förderung sozialer Begleitprogramme komplett gestrichen wird. Die Kürzungen treffen vor allem Wohnviertel, in denen viele Kinder aufwachsen. Das Sparprogramm wird die Kommunen noch teuer zu stehen kommen. Notwendig ist eine breit angelegte Investitionsoffensive in die Quartiere rein, die die Bewohner in sozialen Brennpunkten erreicht und die zivilgesellschaftlichen Kräfte zum Mitmachen einlädt“, betont Stockmeier.

Auch diakonische Dienste und Einrichtungen engagieren sich in diesen Gemeinwesen für bessere Teilhabechancen. Zusammen mit den Kirchengemeinden vor Ort leisten sie nachhaltige Beiträge zur Verbesserung des nachbarschaftlichen Zusammenlebens. Sie übernehmen in diesen Gebieten häufig Brückenfunktionen zwischen Bewohnern und den Akteursnetzwerken. Das Diakonische Werk der EKD unterstützt den Gründungsaufruf der Initiative „Bündnis für eine Soziale Stadt“.

Außerdem engagiert sie sich in der Denkwerkstatt Soziale Stadt, zu der sich Vertreter aus der Zivilgesellschaft, aus Stiftungen, Wohlfahrtsverbänden, Kirchen, bürgerschaftlichen Engagementnetzwerken gemeinsam mit Vertretern der kleinen und großen Städte der Bundesrepublik zu einem Austausch über die Zukunft des Städtebauförderprogramms „Soziale Stadt“ zusammengefunden haben.

Für Rückfragen und weitere Informationen
Ute Burbach-Tasso, Pressesprecherin

Telefon 030 83001-130
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