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Verbraucher und Beschäftigte am Finanzmarkt endlich wirksam schützen PDF Drucken E-Mail
Montag, den 14. März 2011 um 12:27 Uhr

Anlässlich des Weltverbrauchertages 2011 am 15. März kritisierte Claus Matecki, DGB-Vorstandsmitglied, am Montag in Berlin, dass die Finanzmärkte auch fast drei Jahre nach dem Ausbruch der Krise noch nicht verbrauchergerecht reguliert sind und forderte die Einführung längst überfälliger Schutzmaßnahmen.

„Der diesjährige Weltverbrauchertag steht nicht zufällig unter dem Motto ,Verbraucher für faire Finanzdienstleistungen!' Zwar wurden seit dem Zusammenbruch der Lehmann-Brothers-Bank fleißig Rettungsschirme aufgespannt, die Verbraucher jedoch stehen immer noch weitgehend im Regen.

Einzelne nationale Vorstöße für einen stärkeren Verbraucherschutz am Finanzmarkt, wie etwa die Einführung des Produktinformationsblatts und des Beratungsprotokolls in Deutschland reichen bei weitem nicht aus. Nach wie vor werden Verbraucherinnen und Verbraucher am Finanzmarkt Opfer von Abzocke und Spekulation und verlieren nach Schätzungen der Stiftung Warentest jährlich 20 bis 30 Milliarden Euro an den Finanzmärkten. Immer noch leiden Beschäftigte der Kreditinstitute unter hohem Provisions- und Verkaufsdruck. Und auch der graue Kapitalmarkt, auf dem rund 80.000 freie Vermittler teilweise unseriöse Finanzprodukte angeboten haben, ist noch nicht umfassend reguliert.

Der DGB fordert deshalb die Politik auf nationaler und internationaler Ebene auf, endlich ein Bündel an Schutzmaßnahmen zu schnüren: Der Verbraucherschutz muss als Aufsichtsziel für den Finanzmarkt verankert werden. Zudem sind ein formalisiertes Beschwerderecht für Verbraucherorganisationen und eine einheitliche Finanzaufsicht erforderlich. Darüber hinaus sollten besonders risikoreiche Produkte für den Verkauf an Endverbraucher ausgeschlossen werden.

Um auch die Beschäftigten der Kreditinstitute besser zu schützen und zu entlasten, muss endlich Schluss sein mit den unmenschlichen Ziel- und Verkaufsvorgaben sowie dem hohen Provisionsdruck, der in den Geschäftsstrategien der Finanzinstitute verankert ist.“

DGB-Bundesvorstand
Abteilung Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
Henriette-Herz-Platz 2
10178 Berlin
Telefon 030.24 060-211
Telefax 030.24 060-324

 
 

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