Für ein umfassendes Streikrecht Die Bundesrepublik Deutschland hat weltweit das rückständigste und restriktivste Streikrecht. Das Streikrecht in Deutschland ist lediglich Richterrecht. Im Grundgesetz (GG) findet sich außer der Koalitionsfreiheit gemäß Art. 9 Abs. 3 kein konkreter Hinweis |
| Kinderarmut: Große Herausforderungen für Kommunen |
|
|
|
| Samstag, den 09. April 2011 um 08:47 Uhr |
|
Bertelsmann Stiftung veröffentlicht Daten für alle Städte und Gemeinden ab 5.000 Einwohner Die Kinderarmut stellt Deutschlands Kommunen vor große soziale und finanzielle Herausforderungen. Betroffen davon sind vor allem die Städte und Landkreise in den ostdeutschen Bundesländern. Allerdings macht die Kinderarmut auch vor den westdeutschen Bundesländern nicht Halt. Hier gibt es innerhalb der Bundesländer teilweise große regionale Unterschiede. Das zeigt eine aktuelle Analyse der Bertelsmann Stiftung. Auf der Ebene der Kreise und kreisfreien Städte gibt es sehr große Unterschiede. Hier liegen die Kinderarmutsquoten zwischen 2 und 38 Prozent. Besonders verbreitet ist die Kinderarmut in Schwerin (38,3 Prozent), Bremerhaven (37,3 Prozent) und Rostock (34,6 Prozent); auch in den Landkreisen Uecker-Randow (36 Prozent), Uckermark (35,9 Prozent) und Stendal (34,5 Prozent) wachsen viele Kinder in schwierigen Verhältnissen auf. Besonders niedrige Werte finden sich in den bayerischen Landkreisen Eichstädt (2,2 Prozent), Freising (2,8 Prozent) und München (3,5 Prozent). "In den Kommunen gibt es einen großen Handlungsdruck", sagte Vorstandsmitglied Dr. Brigitte Mohn von der Bertelsmann Stiftung bei der Veröffentlichung der Analyse. "Oft geht das Aufwachsen in schwierigen sozialen Umfeldern und das Leben in Armut mit sozialer Ausgrenzung der Kinder und schlechten Bildungschancen einher. Hinzu kommt die angespannte Finanzsituation der Kreise, Städte und Gemeinden, die kaum noch Spielräume für gezielte Hilfen haben." So sind die Ausgaben für soziale Leistungen in den Jahren zwischen 2005 und 2010 von 35,4 auf 42,2 Milliarden Euro (+ 19 Prozent) angestiegen. Damit geben die Kommunen bereits 23,3 Prozent ihrer Budgets für Soziales aus. Die Ausgaben für Kinder- und Jugendhilfe stiegen zwischen 2006 und 2009 von 20,9 auf 26,9 Milliarden Euro. Davon entfielen allein 5,5 Milliarden Euro auf die Hilfen zur Erziehung für Minderjährige (z. B. in Tagesgruppen, Heimen oder betreuten Wohnformen). Diese stiegen gegenüber 2006 und damit innerhalb von nur drei Jahren um 1,2 Milliarden Euro bzw. 27 Prozent. "Damit haben die Kommunen die finanziellen Grenzen zur Verbesserung der sozialen Lage von Kindern und Jugendlichen erreicht", sagte Mohn. Mit einem weiteren Anstieg der Sozialausgaben drohe vielen Kreisen, Städten und Gemeinden die Schuldenfalle. Quelle: Berthelsmannstiftung vom 8.4.2011 |
© 2010 Armutsnetzwerk | administrated by Hamann Webdesign
Creative Commons