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Hexel: Energieumstieg ist Chance für Arbeitnehmer, Wohlstand und Klima PDF Drucken E-Mail
Dienstag, den 12. April 2011 um 19:24 Uhr

Anlässlich der aktuellen Debatte zur Energiepolitik erklärte Dietmar Hexel, DGB-Vorstandsmitglied, am Dienstag in Berlin:

„Energie ist das Herzstück einer Industriegesellschaft. Es geht nicht nur um Strom und den Atomausstieg. Der nötige Kraftakt eines Energieumbaus in Deutschland erfordert Einsicht, Mut und Planbarkeit für Bevölkerung, Industrie und Investoren. Die Bundesregierung muss jetzt ihren Zickzackkurs beenden und für Planungs- und Rechtssicherheit sorgen. Nötig sind klare Vorgaben, z.B. bei Energieeffizienz, Wärmedämmung, Speicher- und Netztechnologien. Der Atomausstieg gehört in ein Gesetz. Eine nachhaltige Energieversorgung muss umweltverträglich, als Teil der öffentlichen Daseinvorsorge vom Bürger bezahlbar und besonders für Industrie, Handwerk und Handel jederzeit versorgungssicher gestaltet werden.“

Der DGB begrüßt, dass selbst die im Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft organisierte Energiewirtschaft am letzten Freitag eine „Zäsur“ in der Energiepolitik erkannt hat und sich für den schnellen und vollständigen Ausstieg aus der Atomenergie ausspricht. Das ist bis spätestens 2020 zu schaffen, wenn die Industrie sich anstrengt und die Politiker jetzt handeln. Eine sichere Energieversorgung erfordere, alle Techniker, Fachkräfte, Wissenschaftler und Investoren zu ermutigen, sich voll für diese spannende Aufgabe einer Transformation zu engagieren.

„Wir haben als Industrieland alle Potenziale die Energiewende zu schaffen. Das ist auch eine riesige Chance für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, für Arbeitsplätze, Wohlstand und Klimaschutz. Realistischerweise müssen auch der noch lange nötige Einsatz von Erdöl, Gas und sauberer Kohle neu bewertet werden. Ein Industrieland braucht diese Energieträger noch eine ganze Weile. Die Entwicklung der Kernenergie hat den Steuerzahler 50 Mrd. Euro gekostet. Mindestens die Hälfte davon ist nötig, wenn wir den Energieumstieg in zehn bis fünfzehn Jahren schaffen und gleichzeitig die Klimaziele ohne soziale Verwerfungen erreichen wollen.“

 

DGB-Bundesvorstand
Abteilung Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Henriette-Herz-Platz 2
10178 Berlin
Telefon 030.24 060-211
Telefax 030.24 060-324

 
 

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