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Diakonisches Werk an der Saar muss Frauenprojekt „Der Laden“ in Saarlouis schließen PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 11. Mai 2011 um 05:53 Uhr

Jobcenter streicht Stellen zur Beschäftigung und Qualifizierung

Saarlouis – Seit 20 Jahren werden im Projekt „Der Laden“ in Saarlouis‘ Frauen beschäftigt und qualifiziert, damit sie wieder eine Chance auf dem regulären Arbeitsmarkt haben. Viele von ihnen wurde so nach der Familienphase der Wiedereinstieg ins Berufsleben ermöglicht. Doch jetzt muss der Träger, das Diakonische Werk an der Saar (DWSAAR), die Einrichtung zum 31. Mai schließen.

In dem kleinen Geschäft an der Ecke Provinzialstraße/ Holzmühler Straße wurden gebrauchte Kinderkleidung und Spielsachen angeboten. Rund 550 Frauen haben hier in den vergangenen Jahren den Beruf der Verkäuferin mit den dazu gehörenden Verwaltungsabläufen kennen gelernt Secondhand-Waren wurden gespendet oder auch in Kommission angenommen. Außerdem war die Kasse zu führen. Dazu gab es Schulungen in der EDV. Auch in der Textilbearbeitung wurden die Frauen qualifiziert. Im ersten Stock des Ladens befand sich eine Näherei, in der originelle Kinderkleidung entstand.

„Das Jobcenter Saarlouis hat unsere Plätze in den vier Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen von 72 auf 49 reduziert“, sagt Bärbel Heil-Trapp, Abteilungsleiterin Jugendberufshilfe beim DWSAAR. Da mit der Reduzierung der Plätze im Bereich der Arbeitsgelegenheiten Zuschüsse für die Sachkosten und die Finanzierung des pädagogischen Personals wegfallen, könnten nicht alle Projekte weiter betrieben werden. Insgesamt muss der Träger 2,8 Personalstellen einsparen. Mit den verbleibenden 6,8 Stellen können nur die Fahrrad-Service-Station in Roden, das Recyling- und das Möbel-Projekt weiter betrieben werden. „Uns ist der Beschluss zur Schließung sehr schwer gefallen“, sagt Heil-Trapp. Es habe jedoch keine andere Lösung gegeben.

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