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Jeder dritte Türke in NRW von Armut bedroht PDF Drucken E-Mail
Dienstag, den 19. Juli 2011 um 13:41 Uhr

Düsseldorf. Von wegen Abschottung! Laut einer aktuellen Studie des Zentrums für Türkeistudien ist jeder zweite türkische Zuwanderer in NRW gesellschaftlich aktiv. Große Integrationsprobleme gibt es dagegen auf dem Arbeitsmarkt. Jeder dritte Türke ist von Armut bedroht.

Jeder zweite türkische Zuwanderer in Nordrhein-Westfalen ist einer Umfrage zufolge gesellschaftlich aktiv. Von einer bewussten Abschottung könne deshalb nicht die Rede sein, sagte Integrationsminister Guntram Schneider (SPD) bei der Vorstellung der elften Mehrthemenbefragung der Stiftung Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung (ZfTI) am Dienstag in Düsseldorf. Große Integrationsprobleme gibt es dagegen weiterhin auf dem Arbeitsmarkt und im Ausbildungsbereich.

Für die repräsentative Studie werden seit 1999 jährlich 1.000 türkische Zuwanderer befragt. Der Bereich zivilgesellschaftliches Engagement wurde zum ersten Mal ausgiebig erfasst. Demnach sind 54 Prozent der türkischen Migranten in den Bereichen Religion, Sport, Freizeit oder Bildung aktiv. Etwa 13 Prozent übernehmen in Vereinen oder Institutionen ein freiwilliges Amt, wie der wissenschaftliche Direktor der ZfTI, Haci-Halil Uslucan, sagte.

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