Für ein umfassendes Streikrecht Die Bundesrepublik Deutschland hat weltweit das rückständigste und restriktivste Streikrecht. Das Streikrecht in Deutschland ist lediglich Richterrecht. Im Grundgesetz (GG) findet sich außer der Koalitionsfreiheit gemäß Art. 9 Abs. 3 kein konkreter Hinweis |
| Dunkler Schatten über Solar City |
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| Dienstag, den 11. Oktober 2011 um 12:35 Uhr |
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Die Solarbranche hat ein gutes Image, zahlt ihren Beschäftigten aber oft nur Niedriglöhne. In der Krise kündigen Hersteller jetzt ihren Leiharbeitern. Die Solarbranche hat sich, allen Diskussionen um die teure Förderung zum Trotz, ein gutes Image in Deutschland erarbeitet. Ein nationaler Liebling wie Lukas Podolski wirbt für sie, Bürger und Kommunen errichten Solaranlagen. Nur über die Arbeitsbedingungen reden die Unternehmen nicht gerne – nicht einmal, wenn sie, wie bei Bosch Solar Energy in Thüringen, gut sind. Dort wurde der erste ostdeutsche Haustarifvertrag der Solarbranche mit den Gewerkschaften abgeschlossen. Seit September gilt in dem Unternehmen eine 38-Stunden-Woche. Dazu kommen nach Angaben der IG Metall Lohnsteigerungen für mehr als 90 Prozent der Beschäftigten. Von solchen Konditionen können viele Beschäftigte in anderen Solarunternehmen nur träumen. Niedriglöhne wie im Dienstleistungsbereich, Leiharbeit und lange Arbeitszeiten prägen die Branche. Ein Flächentarifvertrag, den die IG Metall fordert, scheitert schon daran, dass es keinen Arbeitgeberverband gibt. Der Bundesverband Solarwirtschaft, in dem die Branchengrößen zusammengeschlossen sind, begreift sich als reine Lobbyorganisation. Die schlechten Arbeitsbedingungen sind auch eine Folge der Ansiedlungspolitik. Firmen wie Solarworld oder Conergy haben ihren Verwaltungssitz im Westen, ihre Fabriken aber im Osten errichtet. Fördergelder und billige Arbeitskräfte winkten. Brandenburg etwa setzte nach Flops mit einer Zeppelinfabrik und einem Formel-1-Kurs ab 2007 auf die Ansiedlung der boomenden Solarindustrie, beispielsweise Aleo Solar in der strukturschwachen Uckermark. Der Modulhersteller wurde 2011 von Bosch vollständig übernommen. Der Thüringer Tarifvertrag gilt dort aber nicht – wohl einer der Gründe, warum Bosch ihn nur zurückhaltend bewirbt. mehr lesen |
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