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Dienstag, den 15. November 2011 um 08:06 Uhr

Main-Taunus Wohlfahrtsverbände kritisieren Pläne des Bundes für Langzeitarbeitslose

Menschen sind verschieden. Was für den einen Langzeitarbeitslosen eine gute Maßnahme sei, helfe dem anderen überhaupt nichts. Bei der Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt gilt nach Ansicht von Monika Fuchs vom Paritätischen Wohlfahrtsverband Main-Taunus: „Den Königsweg gibt es nicht.“ Deshalb ärgert sie sich über den Bund, der im nächsten Jahr detailliertere Vorgaben machen will und überdies zur Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen weniger Geld zur Verfügung stellen möchte als 2011. Der Main-Taunus-Kreis sieht sich daher gezwungen, einige Angebote zu streichen.

Mit ihrem Ärger ist Fuchs nicht allein. Ottmar Vorländer (Caritas), Agim Kaptelli (Diakonisches Werk) und Stephan Racky (DRK) haben gestern bei einer gemeinsamen Pressekonferenz auf die Pläne des Bundes ebenfalls mit scharfer Kritik reagiert. Kaptelli spricht von einer „katastrophalen Politik“, die zu einem weiteren Auseinanderdriften der Gesellschaft führen wird. Vorländer ist überzeugt, dass der Bund mit der Umsetzung seiner Pläne dazu beiträgt, dass sich Langzeitarbeitslosigkeit verfestigt und es noch mehr Armut gibt.

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