Für ein umfassendes Streikrecht Die Bundesrepublik Deutschland hat weltweit das rückständigste und restriktivste Streikrecht. Das Streikrecht in Deutschland ist lediglich Richterrecht. Im Grundgesetz (GG) findet sich außer der Koalitionsfreiheit gemäß Art. 9 Abs. 3 kein konkreter Hinweis |
| Das Leben als Multijobber |
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| Geschrieben von: Anna-Sophie Sieben |
| Mittwoch, den 11. Januar 2012 um 05:31 Uhr |
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Ob Lehrer, Landwirte oder Krankenpfleger – 8,7 Prozent der Erwerbstätigen in Deutschland sind Multijobber. Anna-Sophie Sieben hat sich mit ein paar von ihnen getroffen. Sie arbeiten im Blumenladen und als Sekretärin, als Handyverkäufer und Kellner, tragen nebenbei Zeitungen aus oder arbeiten in den Winterferien als Skilehrer – die Multijobber. Hamdi Mazkarichou ist einer von ihnen, er hat zwei Jobs. Seit drei Jahren arbeitet der 27-Jährige 20 Stunden in der Woche bei einem Mobilfunkanbieter in Berlin. Abends und nachts tauscht er den Anzug gegen ein weißes Hemd und Schürze und arbeitet als Keller und Barkeeper für Cateringfirmen auf Firmenfeiern, Seminaren und Preisverleihungen. Auf 50 Stunden die Woche kommt er meistens, oft arbeitet er an sechs Tagen in der Woche. Hamdi Mazkarichou mag die Abwechslung, die seine verschiedenen Jobs ihm bieten. Aber trotzdem sei es auch eine finanzielle Notwendigkeit: "Von dem Aushilfsjob im Handyladen alleine könnte ich schon leben", sagt er. "Aber ich müsste auf viel verzichten." Dauerhaft hofft er dennoch auf eine Festanstellung, vielleicht sogar auf eine Vollzeitstelle. Nämlich spätestens dann, wenn er eine Familie hat. Sebastian S. hat gleich drei Jobs. Er möchte nicht, dass sein richtiger Name genannt wird, zu groß ist die Befürchtung, dass seine Kunden ihr Vertrauen in ihn verlieren. S. ist 43 Jahre alt und hat einige Berufe gelernt: Er ist Schlosser, Krankenpfleger, Erzieher und er hat Betriebswirtschaftslehre studiert. Seit elf Jahren ist er Finanz- und Versicherungsmakler; vor sieben Jahren begann er, zusätzlich als Krankenpfleger in der Psychiatrie zu arbeiten. 25 Stunden die Woche und immer an zwei Wochenenden im Monat. Seit kurzem baut er sich als gesetzlicher Betreuer alter und psychisch kranker Menschen ein weiteres Standbein auf. 50 bis 70 Stunden in der Woche arbeite er, sagt S. Wie ein ganz normaler Tag in seinem Leben aussieht? "Typisch ist das Chaos", sagt er und lächelt ein wenig. "Bei mir ist nur wenig planbar." |
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