Für ein umfassendes Streikrecht Die Bundesrepublik Deutschland hat weltweit das rückständigste und restriktivste Streikrecht. Das Streikrecht in Deutschland ist lediglich Richterrecht. Im Grundgesetz (GG) findet sich außer der Koalitionsfreiheit gemäß Art. 9 Abs. 3 kein konkreter Hinweis |
| Moderne Tagelöhner |
|
|
|
| Geschrieben von: Administrator |
| Dienstag, den 16. November 2010 um 07:44 Uhr |
|
Von Karl Fischer “Ich will kein Schmarotzer sein” - so untertitelte der neoliberale Schmutzsender “VOX” die Stern TV-Reportage. Es ging um Arbeit, Arbeitslosigkeit, Hartz IV und das alltägliche neo-liberale Geplänkel. Da war ein Mann namens Konstantin, den man jeden Tag im “Tagesjobvermittlungs-Center” antrifft und der jede Arbeit annimmt. Ob schwere Arbeiten auf dem Bau, Umzüge oder einfach mal Plakate kleben. Mal hat er rund 1000 Euro im Monat, mal nur 300. Er will kein Sozialschmarotzer sein und so macht er eben jede Drecksarbeit im neo-libaralistischen Sinne, denn: “Ich kann mich nicht auf die faule Haut legen, ich muss etwas tun”, sagt er. Die Einstellung ist sehr löblich aber auch kreuzgefährlich. Denn dieser Konstantin hat leider noch nicht begriffen wer in diesem Land die tatsächlichen Sozialschmarotzer sind. Es sind jene Leute, die mit ihren Dumpinglöhnen andere soweit bringen, dass sie jede Drecksarbeit annehmen und immer reicher und fetter werden. Es sind diejenigen, welche Verleihfirmen aus dem Boden stampfen und Sozialzuschüsse in Milliardenhöhe kassieren, während ihre Arbeiter oft noch Wohngeld beantragen müssen und dieser Konstantin macht bei all der Aubeuterei freiwillig mit, indem er mit seinem Verhalten die neo-libarale Denkweise, den Menschen nur noch auf seinen Arbeitswert zu reduzieren, unterstützt. Als zweites Beispiel war eine Frau, die sie Michaela nannten und die täglich drei Jobs ausführt. Morgens um 2.30 Uhr beginnt ihr Tag mit Zeitungen austragen. Nach einem kurzen Frühstück zu Hause und die Kinder für die Schule fertig machen, geht es dann um 8 Uhr zu einem Apotheken-Großhandel bis mittags. Nachmittags schneidet die gelernte Friseurin dann noch Haare. “Ich arbeite rund 70 Stunden die Woche, abends um 21 Uhr bin ich so platt, dass ich sofort schlafen gehe”, erklärt sie. 1.200 Euro netto verdient sie so monatlich. Mit Hartz IV wäre es fast genau so viel. Aber: “Ich will nicht dem Staat auf der Tasche liegen, ich will unabhängig sein.” Die alleinerziehende Mutter möchte ihren Kindern etwas bieten können, Geld haben für die Hobbys der beiden Söhne, Fussball und Schlagzeug spielen. Dafür ist sie bereit, beinahe rund um die Uhr zu arbeiten. |
© 2010 Armutsnetzwerk | administrated by Hamann Webdesign
Creative Commons
Kommentare
Alle Kommentare dieses Beitrages als RSS-Feed.