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Für ein umfassendes Streikrecht

Die Bundesrepublik Deutschland hat weltweit das rückständigste und restriktivste Streikrecht. Das Streikrecht in Deutschland ist lediglich Richterrecht. Im Grundgesetz (GG) findet sich außer der Koalitionsfreiheit gemäß Art. 9 Abs. 3 kein konkreter Hinweis

Unterzeichnen Sie den Wiesbadener Appell.

Arbeitsmarktzahlen mit Schatten PDF Drucken E-Mail
Freitag, den 29. April 2011 um 12:05 Uhr

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) und Politiker jubeln, Experten warnen vor Euphorie: Die jüngsten Daten vom Arbeitsmarkt führen zu sehr unterschiedlichen Interpretationen.

Auf weniger als drei Millionen könnte die Zahl der Erwerbslosen schon im Mai sinken, ist BA-Chef Jürgen Weise überzeugt. „Das ist wirklich zu erwarten.“ Für April weist die Bundesagentur 3,078 Erwerbslose aus – rund 132000 weniger als im März. Die Arbeitslosenquote sank um 0,3 Punkte auf 7,3 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Arbeitslosenzahl um 321000.

Der Wirtschaftswissenschaftler Rudolf Hickel warnt vor falschen Schlüssen. Die Statistiken zeigten nur die „halbe Wahrheit“. Zwar würden im Aufschwung mehr Beschäftigte gebraucht. Doch sei der Arbeitsmarkt gespalten, gibt Hickel zu bedenken. Knapp die Hälfte der neuen Jobs seit dem vergangenen Jahr sei unsicher: Sie bestünden aus befristeten Verträgen, Zeitarbeit und Leiharbeit sowie aus Minijobs. Außerdem hätten die „Armutslöhne“ zugenommen. Rund 6,5 Millionen Menschen arbeiteten für Löhne bis zu rund 900 Euro im Monat, kritisiert der Ökonom.

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