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Armut muss in Europa auf der Tagesordnung bleiben PDF Drucken E-Mail

Caritas fordert ehrgeizigen deutschen Beitrag zur Armutsbekämpfung

Berlin, 25. Januar 2011. Heute wird das Europäische Jahr 2010 gegen Armut und soziale Ausgrenzung offiziell beendet. Die EU hatte dieses Jahr ausgerufen, weil ein Ziel der Lissabonstrategie, Armut und soziale Ausgrenzung bis 2010 entscheidend einzudämmen, verfehlt worden war. Im zurückliegenden Jahr sollte deswegen verstärkt auf die Existenz von Armut und sozialer Ausgrenzung aufmerksam gemacht und diese zentralen Themen auf die politische Tagesordnung in allen Ländern gesetzt werden.
Die deutsche Caritas hat gemeinsam mit 43 anderen Caritasorganisationen die europaweite Kampagne „Zero Poverty – Gemeinsam gegen Armut“ mit vielen Aktivitäten und einer Petition gegen Armut durchgeführt. Rund 170.000 Unterschriften wurden von Caritas Europa an die belgische Ratspräsidentschaft übergeben. In Deutschland haben 23.000 Menschen die Petition unterschrieben.
Leider wurde durch das Europäische Jahr nicht erreicht, dass sich die Wahrnehmung der Nöte und Ängste von Menschen, die von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen sind, entscheidend verändert hat. Eine breite Debatte über Ursachen und Auswirkungen von Armut und die zur Bekämpfung notwendigen politischen Entscheidungen wurde nicht geführt. Doch dies wäre jenseits der Diskussion um die Regelsätze für  Arbeitslosengeld II - Empfänger für eine wirksame Politik der Armutsbekämpfung eine entscheidende Voraussetzung.
Im vergangenen Jahr hat die EU in der Nachfolge der Lissabonstrategie die neue Strategie „EU 2020“ verabschiedet. Das Ziel ist, die Anzahl der von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffenen Menschen in Europa um 20 Millionen zu verringern.
Die Bundesregierung will in diesem Zusammenhang die verfestigte Arbeitslosigkeit reduzieren. Dies kann nur gelingen, wenn das Bildungssystem Benachteiligte stärker fördert, Jugendliche im Übergang zwischen Schule und Beruf besser begleitet und die Hilfen für Menschen in verfestigter Arbeitslosigkeit weitergeführt werden.

Mehr Informationen zur Kampagne finden Sie unter
Zero Poverty

Kontakt: Dr. Verena Liessem, Referat Koordination Sozialpolitik, Tel.: 0761 200 224, Email: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 

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