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Wirtschaft wächst – Zahl der Hartz-IV-Bezieher auch PDF Drucken E-Mail
Samstag, den 14. Mai 2011 um 07:50 Uhr

Die deutsche Wirtschaft hat ihr Wachstum im ersten Quartal dieses Jahres nahezu vervierfacht. Das Bruttoinlandsprodukt, der Gesamtwert aller in Deutschland produzierten Waren und Dienstleistungen, wuchs von Januar bis März 2011 um 1,5 Prozent im Vergleich zum letzten Quartal 2010. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, wurde das Vorkrisen-Niveau von 2008 damit wieder erreicht. Analysten hatten nur mit 0,9 Prozent gerechnet.

 

Insgesamt wird Deutschland 2011 ein Wachstum von drei Prozent zugetraut, nachdem es 2010 mit 3,6 Prozent bereits den stärksten Zuwachs seit 1990 gegeben hatte. Allerdings war dem im Jahr 2009 auch der mit 4,7 Prozent schwerste Einbruch seit 60 Jahren vorausgegangen.

Das aktuelle Wachstum wurde vor allem von der Binnenwirtschaft getragen, weniger vom Export. Investitionen im Inland und der private Konsum konnten deutlich zulegen, erklärten die Statistiker. Vor allem die Baubranche habe nach dem Winter von Nachholeffekten profitiert.

Zahl der Hartz-IV-Aufstocker wächst

Allerdings stieg auch die Zahl der Berufstätigen, die zusätzlich zu ihrem nicht ausreichenden Einkommen soziale Leistungen bekommen. Im vergangenen Jahr habe die Zahl der Hartz-IV-Aufstocker im Jahresschnitt bei 1,383 Millionen gelegen, berichtete die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf die Bundesagentur für Arbeit. Das seien 4,4 Prozent mehr als 2009 und 13 Prozent mehr als 2007.

Besonders stark sei der Anstieg bei Beschäftigten in Teilzeit und bei Mini-Jobbern, aber auch bei Selbstständigen, hieß es weiter. In Ostdeutschland sind demmach fünf Prozent aller Beschäftigten zusätzlich auf Hartz IV angewiesen, deutlich mehr als im Westen mit 2,1 Prozent. Besonders betroffen seien Beschäftigte in der Zeitarbeit, in der Gastronomie und in anderen Dienstleistungsberufen.

 

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