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Jede fünfte Familie verzichtet auf das Bildungspaket PDF Drucken E-Mail
Montag, den 27. Juni 2011 um 16:41 Uhr

Trotz einer Info-Kampagne des Sozialministeriums lehnen 19 Prozent der Hartz-IV-Familien das Bildungspaket weiter ab. Von der Leyen denkt laut darüber nach, Sozialarbeiter zu den Betroffenen zu schicken.

Es war eine große Blamage für Ursula von der Leyen, Bundesministerin für Arbeit und Soziales: Nur zwei Prozent der Hartz-IV-Familien hatten zwei Wochen nach dem Start des Bildungspakets zum 1. April die kostenlosen Zusatzleistungen beantragt. Die Ministerin verlängerte die Frist, in der sich das Paket bei den Agenturen für Arbeit anfordern lässt, um zwei Monate auf den 30. Juni und besserte bei den Leistungen noch einmal nach.

Wenige Tage vor Ablauf der Frist haben aber noch immer weniger als ein Drittel aller Leistungsberechtigten das Paket beantragt. Das belegen neueste Zahlen des Deutschen Städtetags und des Deutschen Landkreistags. Demnach haben 27 Prozent der berechtigten Familien in den Großstädten Anträge gestellt, in den Landkreisen sind es rund 30 Prozent. Laut einer Studie des Allensbacher Instituts wollen das weitere 43 Prozent noch nachholen. 19 Prozent der Leistungsberechtigten haben der Studie zufolge aber auch weiterhin kein Interesse an den kostenlosen Zusatzleistungen.

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