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HARTZ IV: Das Bildungspaket kommt nicht an PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 27. Juli 2011 um 09:17 Uhr

Nur jede dritte Familie beantragt für Kinder Zuschüsse/Riesiger Berg unerledigter Anträge/Unglaubliche Bürokratie

WILDAU - Zufriedene Gesichter sehen anders aus. Ohne Umschweife erklären der Chef der Hartz-IV-Behörde im Landkreis, Wolf-Rüdiger Kuhn, und die zuständige Bereichsleiterin Gisela Mittenzwei dann auch, dass der bürokratische Aufwand für die Leistungen aus dem Bildungspaket „zumindest teilweise unverhältnismäßig“ sei. So müssten die Anbieter beispielsweise bei den Zuschüssen für das Mittagessen monatlich riesige Listen anfertigen, in denen genau erfasst wird, welches Kind, wie oft an der Kita- oder Schulspeisung teilnahm. Und dies bei Cent-Beiträgen. Anschließend sei ein Mitarbeiter der Behörde tagelang damit beschäftigt, jedes auf dieser Liste verzeichnete Kind wieder einer konkreten Hartz-IV-Familie zuzuordnen. Für Kuhn ist es daher nicht verwunderlich, dass viele potentielle Anbieter diese aufwändige Abrechnung schlichtweg ablehnen beziehungsweise dafür Gebühren fordern. Letzteres aber sieht das ohnehin erst am 26. März fertiggestellte Gesetz nicht vor. Am 1. April trat es in Kraft.

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