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Hartz-IV-Studie mit bedrückenden Ergebnissen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: York Töllner   
Dienstag, den 02. November 2010 um 09:28 Uhr

Unmenschliche Zustände

»Als ‘Unmenschlich’ umschreibt Dozent Thomas Wagner das bedrückende Ergebnis einer Umfrage unter Düsseldorfer Hartz-IV-Beziehern.  Er fordert als Konsequenz aus der Studie: ‘Auf Sanktionen muss verzichtet werden’

Auszug: “… So sieht sie aus, die Wahrheit über die Praxis der „Arge“ mit Hartz-IV:

  • Die Betroffenen sind oft der Macht der Geldverwalter in der Arbeitsagentur bzw. der „Arge“ ausgesetzt.
  • Sie werden in perspektivlose Ein-Euro-Jobs oder sinnfreie Qualifizierungsmaßnahmen vermittelt.
  • Sie werden mit Kürzungen der Stütze von 359 Euro abgestraft, das ohnehin nicht ausreichende Geld wird in 30-Prozent-Schritten gekappt.
  • Arbeitslose werden so tiefer in die Not und weitere Verschuldung getrieben.
  • Sie können sich rechtlich kaum dagegen wehren.

‘Wer nicht hören will, muss fühlen’, hat Dozent Thomas Wagner das bedrückende Ergebnis einer Umfrage unter 251 „Hartzern“ überschrieben. Studenten des Fachbereichs Sozial- und Kulturwissenschaften von Professor Dr. Thomas Münch haben im Sommer vor der „Arge Mitte“ an der Luisenstraße in Düsseldorf die Praxis zu Protokoll genommen.Besonders schlimm seien Kürzungen für „kumulative Vergehen“. Wagner: „Jemand kann komplett ohne Leistungen dastehen. Leute unter 25 Jahren können auch ohne Wohnung dastehen.“ […] Thomas Wagner, der seine Studenten weiterhin mit der Sozialstaatspraxis konfrontieren will, fordert als Konsequenz aus der wissenschaftlichen Aufarbeitung der Befragungen: „Auf Sanktionen muss verzichtet werden. Aus der strafenden Behörde muss eine fördernde Institution werden. Auch Kinder müssen den vollen Satz des Arbeitslosengeldes II bekommen…

« Quelle: 01.11.2010, Beitrag von Dieter Schneider lesen bei DER WESTEN…

 

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