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Saarland blockiert Hartz-IV-Reform PDF Drucken E-Mail
Dienstag, den 14. Dezember 2010 um 09:58 Uhr

Wir sagen als Grüne nein" - die saarländische Jamaika-Koalition wird sich bei der Abstimmung zur Hartz-IV-Reform im Bundesrat enthalten müssen. Der Regierung fehlen so drei entscheidende Stimmen, um die Bezüge bis Ende 2010 neu zu regeln. Fünf Millionen Bedürftigte bekommen zunächst keine Erhöhung.

Das Saarland wird die Hartz-IV-Reform im Bundesrat blockieren. Bei der Abstimmung am Freitag muss die von CDU-Ministerpräsident Peter Müller geführte Jamaika-Koalition sich der Stimme enthalten. Der saarländische Grünen-Chef Hubert Ulrich sagte der Süddeutschen Zeitung, seine Partei lehne das Regelwerk ab. Damit kann die Reform nicht wie geplant am 1. Januar in Kraft treten; fast fünf Millionen Hartz-IV-Bezieher müssen deshalb auf eine Anhebung ihrer Bezüge warten.

Das Kabinett im Saarland legt an diesem Dienstag seine Linie für die Sitzung der Länderkammer am Freitag fest. Landes-Grünen-Chef Ulrich bestätigte am Montag der SZ: "Es wird bei der Enthaltung des Saarlands bleiben. Wir sagen als Grüne Nein." Da die Stimmen eines Landes einheitlich abgegeben werden müssen, kann die von Union, FDP und Grünen getragene Regierung im Bundesrat nicht zustimmen. Auch aus der CDU hieß es, man gehe stark von einer Enthaltung aus.

Das Saarland ist das Zünglein an der Waage, ohne dessen drei Stimmen das schwarz-gelbe Regierungslager für sein Hartz-IV-Gesetzespaket im Bundesrat keine Mehrheit hat. Dies werde nicht auf Druck der Bundespartei geschehen, die die Entscheidung nicht herbeigeführt habe. "Sie wissen ja, wie das im Saarland ist: Wir sind sehr souverän", sagte er.

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