Für ein umfassendes Streikrecht Die Bundesrepublik Deutschland hat weltweit das rückständigste und restriktivste Streikrecht. Das Streikrecht in Deutschland ist lediglich Richterrecht. Im Grundgesetz (GG) findet sich außer der Koalitionsfreiheit gemäß Art. 9 Abs. 3 kein konkreter Hinweis |
| In der Hartz-Falle |
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| Geschrieben von: York Töllner |
| Montag, den 10. Januar 2011 um 10:42 Uhr |
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Regierung und Opposition verhandeln über bessere Bildungschancen für bedürftige Kinder. Doch mehr Geld für Gutscheine und Sozialarbeiter ist die falsche Lösung. Man muss die Wurzel des Übels anpacken Arme Kinder sind die Schwächsten der Schwachen und bedürften damit mehr als jeder andere der staatlichen Fürsorge. In diesem Punkt herrscht zwischen Regierung und Opposition bei allem Gezänk über die Neujustierung von Hartz IV große Eintracht. Mehr Geld muss ins System, heißt die Devise. Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen und ihre SPD-Gegenspielerin Manuela Schwesig wetteifern dabei öffentlichkeitswirksam um das gefälligere sozialpolitische Profil. Dem Nachwuchs des Prekariats mangele es vor allem an Bildungschancen, glauben beide Politikerinnen und schüren die Erwartung, mit ihren in der Sache übrigens gar nicht so unterschiedlichen Konzepten hier Abhilfe schaffen zu können. Von der Leyen setzt dabei auf Gutscheine, mit denen die Hartz-IV-Kinder je nach Bedarf kostenlos Mathe-Nachhilfe, Geigenunterricht oder Schulessen erhalten. SPD und Grüne wollen noch viel mehr Geld in die Hand nehmen und an jeder Schule Sozialarbeiter einstellen, um vor Ort umfassende Lebenshilfe zu leisten. Im Kern sich beide Lager jedoch darin einig, dass die zusätzlichen Millionen Euro nicht in die Hände der langzeitarbeitslosen Eltern gehören. Diese Erkenntnis ist richtig. Denn die Erfahrung zeigt, dass viele, wenngleich keineswegs alle, Hartz-IV-Bezieher große Schwierigkeiten haben, ihre Sprösslinge gut zu versorgen. Und das liegt keineswegs am Geldmangel. Unzählige berufstätige Eltern müssen ihren Nachwuchs schließlich ebenfalls mit geringen Mitteln großziehen und sind im Regelfall dabei erfolgreicher. Das Handicap, unter dem die meisten Hartz-Kinder leiden, ist immaterieller Natur. Ihre Mütter und Väter sind oft nicht in der Lage, ihr eigenes Leben in den Griff zu bekommen. Die Dauerarbeitslosen versinken in einem Meer von Freizeit. Wenn ihr Leben nicht von einem Arbeitsalltag strukturiert wird, verlieren die meisten Menschen im Laufe der Jahre auch ihre innere Haltung. Grundlegende Werte des gesellschaftlichen Zusammenlebens wie Pünktlichkeit oder Fleiß werden von den Erwachsenen nicht vorgelebt und somit auch nicht an die Heranwachsenden vermittelt. Diesen Kindern fehlt es deshalb häufig nicht nur an Deutschkenntnissen oder mathematischen Fähigkeiten, sondern auch an Disziplin und Leistungsbereitschaft. Dies sind denkbar schlechte Voraussetzungen, um später einmal in der Arbeitswelt Fuß zu fassen.   |
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