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Für ein umfassendes Streikrecht

Die Bundesrepublik Deutschland hat weltweit das rückständigste und restriktivste Streikrecht. Das Streikrecht in Deutschland ist lediglich Richterrecht. Im Grundgesetz (GG) findet sich außer der Koalitionsfreiheit gemäß Art. 9 Abs. 3 kein konkreter Hinweis

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"Kopfwelten" zu Hartz IV für Kinder: Armen Kindern nützen gute Gene wenig PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 19. Januar 2011 um 11:40 Uhr

Eine neue Studie befeuert die Debatte um Chancengerechtigkeit: Weil arme Kinder nicht ausreichend gefördert werden, bleibt ihr geistiges Potenzial oft ungenutzt. Von Frank Ochmann

 

Da hatte Arbeits- und Sozialministerin Ursula von der Leyen vor Weihnachten noch eigenhändig Kekse gebacken, um mit den Leckereien vielleicht ein wenig mehr Einigkeit in die zerstrittene Runde aus Koalition und Opposition zu bringen. Für die Reform der gesetzlichen Regelungen des Arbeitslosengelds II galt es, einen Konsens zu finden, darunter auch die Neuberechnung des Bedarfs betroffener Kinder. Doch trotz des verführerischen Gebäcks wurde nichts daraus. Auch im neuen Jahr wird weiter verhandelt, und wir müssen auf angemessene Beschlüsse warten. Doch vielleicht können die betroffenen Kinder gar nicht warten, weil sich ihr Gehirn ohne jede Rücksicht auf die verfahrene Politik weiterentwickelt?

In jeder Gesellschaft geht es den einen besser als den anderen. Das ist leicht einzusehen, aber schwer zu messen. Denn was bestimmt denn alles, wie es mir gesellschaftlich "geht"? Um das herauszufinden und vergleichbar zu machen, haben Wissenschaftler den "sozioökonomischen Status" erfunden. Auch für den gibt es keine allgemeingültige Definition. Immerhin herrscht unter den Experten weitgehende Einigkeit, dass drei Komponenten unverzichtbar sind: Bildung, Einkommen, Beruf. Zwar hängen alle drei Größen auch zusammen und voneinander ab, zumindest lose. Trotzdem lassen sie sich hinreichend genau unterscheiden und auf ihren Einfluss hin untersuchen.

Kindheit als prägende Zeit

Seit längerem ist jedenfalls klar, dass es einen Zusammenhang zwischen der gesundheitlichen Entwicklung eines Menschen und seinem Sozialstatus gibt. Das Risiko an bestimmten Krankheiten zu leiden, zum Beispiel des Herz-Kreislauf-Systems, wird größer, wenn der Sozialstatus sinkt. Denn das macht bei Mitgliedern einer sozialen Spezies, wie wir es sind, unvermeidlich Stress. Richtig gut geht es uns erst, wenn wir bei den anderen auch gut angesehen sind.

 

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