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Bedürftige Kinder und ihre Lebensumstände PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Torsten Lietzmann, Silke Tophoven und Claudia Wenzig   
Donnerstag, den 24. März 2011 um 07:51 Uhr

Kinder stehen seit längerem im Fokus der Armutsforschung. In den letzten Jahren hat sich immer wieder gezeigt, dass sie in besonderer Weise von Armut und ihren Folgen betroffen sind. In Deutschland lebt fast jedes vierte Kind in einem Haushalt, der einkommensarm ist und/ oder Leistungen nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch (SGB II) bezieht. In diesem Bericht wird untersucht, wie viele Kinder bedürftig sind und was das für ihre Lebensumstände bedeutet.

In aller Kürze:

  • Im September 2010 weist die Statistik der Bundesagentur für Arbeit 1,72 Mio. Kinder unter 15 Jahren aus, die auf SGB-II-Leistungen angewiesen sind. Die SGB-II- Bezugsquote für Kinder liegt mit 16 Prozent deutlich über derjenigen der Gesamtbevölkerung (10 %).
  • In Deutschland lebt fast jedes vierte Kind unter 15 Jahren nach Daten der PASS-Studie 2008/2009 in einem Haushalt, der – bezogen auf die 60-%-Armutsschwelle – ein- kommensarm ist und/oder SGB-IILeistungen bezieht.
  • Ein erhöhtes Risiko, von SGB-IILeistungen leben zu müssen, haben insbesondere jüngere Kinder oder solche, die in Alleinerziehenden-Haushalten leben, mehrere Geschwister haben oder deren Eltern eines der folgenden Merkmale aufweisen: Migrationshintergrund, niedriger Bildungsabschluss und/oder eine unzureichende oder gar keine  Arbeitsmarktintegration.
  • Einkommensarme oder hilfebedürftige Kinder sind in ihrem Lebensstandard stärker eingeschränkt als Kinder in gesicherten Einkommensverhältnissen. Die Grundversorgung ist  allerdings für den Großteil der Kinder in SGB-II-Haushalten gewährleistet. Bei höherwertigen Konsumgütern, der Möglichkeit finanzielle Rücklagen zu bilden sowie bei sozialer  und kultureller Teilhabe treten jedoch größere Defizite auf.

[kompletter IAP-Kurzbericht als PDF]

 

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