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Schluss mit Leiharbeit trotz Ausbildung PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Fritz Schäfer   
Montag, den 17. Oktober 2011 um 13:34 Uhr

Gewerkschafter wie Peter Vollmar oder Michael Detjen können das Wort Facharbeitermangel aus Unternehmerkreisen nicht mehr hören. Die Realität sehe anders aus. Die Betriebe bildeten aus. Doch danach erhielten die Mitarbeiter keinen unbefristigten Vertrag. Nach einem Jahr führe der Weg oft in die Leiharbeit.

Zweibrücken. In Talkshows und Interviews beklagen gewichtige Arbeitgebervertreter, dass den Betrieben die Facharbeiter ausgehen. In den Ohren des Sekretärs der IG-Metall Geschäftsstelle in Homburg, Peter Vollmar (Foto: igm), klingen die Worte wie der reine Hohn: "Die Unternehmen bilden Jugendliche ja aus. Doch nach der Ausbildung bekommen sie keinen unbefristigten Arbeitsvertrag." Und nach nur einem Jahr im Betrieb drohe den jungen Facharbeitern dann der Weg in die Leiharbeit.

"Die jungen Kollegen fühlen sich veräppelt", ärgert sich der 22-jährige Zweibrücker. Nach der Ausbildung bei Terex-Demag ist Peter Vollmar seit August politischer Sekretär bei der Gewerkschaft. Schon beim Kranbauer war Vollmar Jugendvertreter und im Betriebsrat aktiv. Seiner Meinung nach benötigen die Unternehmen das Jahr nach der Ausbildung nicht, um den Jugendlichen kennenzulernen. "Die Firmen haben die jungen Menschen bei der Einstellung und ganz intensiv in den dreieinhalb Ausbildungsjahren kennengelernt. Da haben sie bewiesen, was sie leisten können." Seiner Meinung nach dienten die befristeten Verträge dazu, Druck auf die Jugendlichen auszuüben.

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