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Zehn Prozent der Beschäftigten sind Leiharbeiter PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: IG Metall Küste   
Samstag, den 17. Dezember 2011 um 22:07 Uhr

Leiharbeit hat in der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie ein Höchstmaß erreicht. Jeder zehnte Beschäftigte ist Leiharbeiter und wird häufig längerfristig beschäftigt. Das ist das Ergebnis einer Betriebsrätebefragung der IG Metall Küste. In den Tarifverhandlungen verhandelt die IG Metall auch über die Themen Leiharbeit und Werkverträge.

„Mit durchschnittlich zehn Prozent hat sich die Leiharbeit zu einem festen Bestandteil der Gesamtbeschäftigung entwickelt“, sagte Bezirksleiter Meinhard Geiken.

Er kündigte an, dies zum Thema in der anstehenden Tarifrunde zu machen: „Wir müssen die Leiharbeit begrenzen und die Mitbestimmung ausbauen, damit wir langfristig Arbeitsplätze mit Zukunft sichern.“

Nach der Befragung, an der sich Betriebsräte aus 99 Betrieben mit insgesamt 40.000 Beschäftigten beteiligten, wird Leiharbeit nicht nur zur Abdeckung von Auftragsspitzen eingesetzt. Mehr als 60 Prozent der Leiharbeiter werden ein halbes Jahr und länger in den Betrieben beschäftigt.

Bemerkenswert auch: 65 Prozent der Leiharbeiter sind Fachkräfte, teilweise auch mit akademischen Abschlüssen. „Leiharbeit wird häufig eingesetzt, um auf Kosten der Beschäftigten zu sparen. Der Grundsatz „Gleiche Arbeit – gleiches Geld“ gilt nur in weniger als einem Viertel der Unternehmen“, kritisierte IG Metall-Bezirksleiter Geiken.

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