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Entwicklung der Leiharbeit in Deutschland PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Dienstag, den 11. Januar 2011 um 10:00 Uhr

Der Bundesverband Zeitarbeit (BZA) gab am 13. Dezember 2010 die Zahl der deutschen Leiharbeitnehmer für den Monat Oktober 2010 bekannt. Die Daten beruhen auf die an das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Auftrag gegebene Fortschreibung der amtlichen Daten der Bundesagentur für Arbeit. Die Zahl der Leiharbeitnehmer stieg im Oktober um +0,2% bzw. um +2’000 zum Vormonat und um +38,82% zum Vorjahresmonat bzw. um +258’109 auf 923’000!

Die Entwicklung der Zahl der Leiharbeitnehmer bis Dezember 2009 laut der Zeitreihe der Bundesagentur für Arbeit (BA) und die Fortschreibung der Daten durch das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) bis September 2010. Quelle Daten bis Dezember 2009: Arbeitsagentur.de/Statistik, Fortschreibung bis Oktober 2010: Bza.de

Dies ist zwar ein moderater Anstieg zum Vormonat, “aber kurz vor Weihnachten möchte man sicher auch nicht unnötig weiter” auf die wahre Genese des deutschen Arbeitsmarktwunders hinweisen! Damit dies noch ein wenig so bleibt, kündigte die BZA gleich noch an, die nächsten Daten zur Zahl der Leiharbeitnehmer aus der Auswertung der 2700 Zeitarbeitsfirmen im BZA-Verband durch das IW erst im Februar 2010 veröffentlichen zu wollen.

Welche Qualität sich hinter dem Aufschwung am deutschen Arbeitsmarkt verbirgt, verdeutlichen die Zahlen zu den Leiharbeitnehmern für Oktober 2010 trotzdem. Zum Vorjahresmonat stieg die Zahl der Leiharbeitnehmer um +258’109, wir erinnern uns im Oktober 2010 war die Arbeitslosen um -283,134 im Vergleich zum Vorjahresmonat zurückgegangen. 91,16% des gesamten Abbaus an Arbeitslosigkeit in Deutschland im Oktober 2010 ging also auf das Konto der zunehmenden Leiharbeit, von den Effekten aus statistischen Beschönigungen auf die sinkende Arbeitslosenzahl mal ganz abgesehen.

Drei Viertel der Leiharbeitnehmer sind bei den Mitgliedern des BZA beschäftigt, für die Mitgliedsunternehmen gilt ein Tarifvertrag, abgeschlossen mit dem DGB. Seit dem 1. Juli 2010 beträgt der Bruttostundenlohn der Entgeltgruppe 1 West 7,60 Euro. Für den Osten gelten 6,65 Euro Bruttostundenlohn.

Quelle: Querschuesse.de

 

 

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