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Leiharbeit ist Sklavenarbeit PDF Drucken E-Mail
Dienstag, den 12. April 2011 um 06:47 Uhr

Trotz gleicher Arbeit kein gleicher Lohn. Trotz guter Leistung keine Anerkennung im Beruf. Und trotz Studiums keine berufliche Sicherheit, keine Perspektive. Eine Diplom-Ingenieurin in Leiharbeit erzählt.

Andrea M.* will ihren Namen nicht nennen. Die Diplom-Ingenieurin, Anfang 40, ist Leiharbeiterin. "Ich arbeite in einer Branche, da machst du >bitte-bitte<, arbeitest brav und hältst den Mund", erklärt sie ihre Weigerung, Persönliches preiszugeben. Obwohl sie lieber heute als morgen keine Leiharbeiterin mehr wäre: Solange sie auf diesen Job angewiesen ist, möchte sie auf keiner schwarzen Liste irgendeiner Zeitarbeitsfirma landen.

Wir treffen uns in einem Café. Andrea M. ist seit rund vier Jahren für einen Verleiher - ein Ingenieurbüro - im Rheinland tätig, seit mehreren Jahren schon wird sie an ein und denselben Automobilzulieferer verliehen. Oder "verkauft", wie Leiharbeiter untereinander sagen. Täglich ist sie 2,5 bis 3 Stunden unterwegs: hin zur Arbeit, zurück nach Hause. Mit Bus und Bahn. Ein Auto hat sie nicht. "Benzin ist teurer als eine Monatskarte." Die jahrelange Pendelei ist eine Qual für sie, vom Entleiher übernommen werden möchte Andrea M. deshalb nicht. Kollegen hätten ihr erzählt, berichtet sie, "dass manche Leihfirmen ihre Leute extra weit weg schicken, damit die kein Interesse an einer Übernahme haben".

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Kommentare  

 
0 #1 Siegfried Glowatzki 2011-04-18 12:30
Ich habe den Artikel von Andrea aufmerksam gelesen. Leider muß ich sagen, dass dieser Artikel vermutlich noch geschönt ist. Ich bin heute 62 Jahrer alt und Ärgere mich jeden Tag über unsere "Jobvermittler und Arbeitgeber fast Schwarz". Ich habe drei Kinder und denen geht es ebenso.
Ich habe seiner Zeit als Werkzeugmacher 5000DM (das wären heute 2500€) Netto verdient. Meine Kinder bekommen heute für ihre guten Berufe ein Nasenwasser. Die Zeitarbeitsfirm en verdienen durch die Zweifelhafte Vermittlung auch daran. Ich bin gespannt wenn der Fiskus darauf kommt und von den armen Zeitarbeitern noch extra Steuern verlangt.
Ich finde es eine Riesen Sauerei was in unserem System stattfindet, und der Staat macht dabei noch mit.
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