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Für ein umfassendes Streikrecht

Die Bundesrepublik Deutschland hat weltweit das rückständigste und restriktivste Streikrecht. Das Streikrecht in Deutschland ist lediglich Richterrecht. Im Grundgesetz (GG) findet sich außer der Koalitionsfreiheit gemäß Art. 9 Abs. 3 kein konkreter Hinweis

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Dienstag, den 12. Juli 2011 um 21:55 Uhr

Ignoriert, instrumentalisiert, idealisiert: die Armut, von der Antike bis heute. Eine Ausstellung in Trier

Schön war die Zeit, denkt man zuerst. Früher war die Armut das Gegenteil von heute. In der Antike galt als arm, wer seinen Lebensunterhalt mit Arbeit verdienen musste. Es war die Zeit der ersten großen Landfluchten, der ersten städtischen Massenverelendung. Die Reichen in Rom, das waren die Arbeitslosen, die Maloche nicht nötig hatten.

Schön anzusehen war sie nicht, die Armut vor über 2000 Jahren. Im zweiten Teil der großen Trierer Ausstellung sind sie zu Dutzenden versammelt, Mini-Skulpturen, Missgestalten in Terrakotta, mit schiefen Mäulern, kurzen Beinen, Buckeln, Fratzen, Wurstlippen und übergroßen Penissen. Die Armen sind animalischer, triebgesteuert, glaubten auch die Hellenen.

Armut deformiert den Charakter, verzerrt und verhärmt die Gesichter. Sklaven, Krüppel, trunksüchtige Alte, Schauspieler, Akrobaten, Straßenhändler – sie bildeten damals die Unterschicht.

Bis 31. Juli, Stadtmuseum Simeonstift Trier, Di-So 10-18 Uhr.
Rheinisches Landesmuseum Di-So 10-17 Uhr,
Katalog 29,90 €,
Von 11. 9.-6.11. im Ulmer Museum der Brotkultur.
www.armut-ausstellung.de

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