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Armut bleibt weiterhin ein Problem PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Badische Zeitung   
Samstag, den 26. November 2011 um 08:50 Uhr

Arbeitslose, Alte, Kranke, Geringverdiener: Viele Freiburger sind auf Unterstützung angewiesen.

Auch wenn 2011 auf dem Arbeitsmarkt Aufbruchstimmung herrschte: Die Armut geht nicht zurück – das belegen Zahlen genauso wie Einschätzungen von Fachleuten. Zum Beispiel beim Team vom Deutschen Roten Kreuz, das die BZ-"Aktion Weihnachtswunsch" wie immer betreut und bereits wieder von Anträgen überrollt wird. Die Bitten um Hilfe nehmen seit Jahren stetig zu. Wurden 2006 "nur" 2299 Anträge gestellt, so waren es 2010 schon 3003; die Antragsteller und soziale Projekte erhielten 2010 insgesamt 205 000 Euro, die von BZ-Leserinnen und -Lesern gespendet wurden.

Wie viele Menschen sind in Freiburg derzeit auf staatliche Unterstützung angewiesen? Laut Arbeitsagentur erhalten 16 675 Menschen in 9087 sogenannten Bedarfsgemeinschaften monatlich 364 Euro Arbeitslosengeld II oder – als Angehörige von Alg-II-Beziehern – eine Grundsicherung, die niedriger ist. 11 972 von ihnen sind erwerbsfähig, 4617 sind Kinder unter 15 Jahren. Mit 3 559 Menschen gehört mehr als ein Drittel der erwerbsfähigen Alg-II-Bezieher zu den "Aufstockern": das heißt, sie arbeiten zwar, verdienen aber trotzdem nicht genug, um über die Runden kommen zu können. Rund ein Sechstel der 3 559 Niedrigverdiener arbeiten als Selbständige. Unter den rund 3 000 Angestellten sind 1 654 Mini-Jobber, die bis zu 400 Euro verdienen, 622 Menschen mit einem Gehalt zwischen 400 und 800 Euro und 740 mit einem Verdienst über 800 Euro.

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