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Armutsrisiko ist bei Einwanderern besonders hoch PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Hannoversche Allgemeine   
Montag, den 28. November 2011 um 09:22 Uhr

Hannover. „Die Schnittmenge zwischen Migrantenfamilien und Haushalten mit prekären Einkommensverhältnissen ist sehr groß“, sagt Sozialdezernent Thomas Walter. Zu diesen Stadtteilen zählen unter anderem Mühlenberg, Vahrenheide, Linden-Süd und Hainholz. Dort müssen mehr als 38 Prozent der Familien mit dem Hartz-IV-Satz klarkommen, und mehr als ein Drittel aller Familien in jenen Stadtteilen hat ausländische Wurzeln.

Umgekehrt lässt sich ebenfalls ein Zusammenhang feststellen. In den östlichen Stadtteilen wie dem Zooviertel, Kirchrode und Kleefeld wohnen nur wenige einkommenschwache Familien, und zugleich ist der Anteil der Einwandererfamilien gering. Statistikerin Silke Mardorf, die das Familienmonitoring erarbeitet hat, warnt aber vor voreiligen Schlüssen. „Es müssen nicht zwangläufig dieselben Familien sein, die arm sind und nicht aus Deutschland stammen“, sagt sie. Das Armutsrisiko, sagt Mardorf, sei bei Migrantenfamilien aber größer als bei deutschen Familien. Ursache seien Ausbildungszeugnisse, die in Deutschland nicht anerkannt werden, oder eine lückenhafte Schulbildung, teils ohne Abschlüsse.

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