Für ein umfassendes Streikrecht Die Bundesrepublik Deutschland hat weltweit das rückständigste und restriktivste Streikrecht. Das Streikrecht in Deutschland ist lediglich Richterrecht. Im Grundgesetz (GG) findet sich außer der Koalitionsfreiheit gemäß Art. 9 Abs. 3 kein konkreter Hinweis |
| Griechenland verarmt |
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| Geschrieben von: GERD HÖHLER |
| Samstag, den 10. Dezember 2011 um 19:35 Uhr |
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Als Computertechniker oder Kellner verdienten sie sich vor der Krise redlich ihr Geld - jetzt sind sie ganz unten angelangt. Jeder fünfte Grieche ist inzwischen arm. In Athen greift das Elend an vielen Orten um sich. Am Omoniaplatz schlug noch vor einem Jahrzehnt das Herz Athens. Jetzt trifft man hier nur noch wenige Menschen an. Nicht nur Touristen meiden die Gegend, auch die Griechen. Armutsflüchtlinge aus Asien und Afrika haben die Gegend in Besitz genommen. Fast jeder zweite Laden ist zu. Überall liegt Müll. Die meisten Hotels des Viertels haben aufgegeben. Die einzigen Geschäfte, die hier noch florieren, sind Drogenhandel und Prostitution. Polizisten auf Streife ziehen schusssichere Westen an. Der Absturz Griechenlands: Am Athener Omoniaplatz zeigt er sich wie unter einem Vergrößerungsglas. Ein junger bärtiger Mann geht die Piräus-Straße hinunter. Scheu sieht er sich um, bevor er am Haus Nummer 35 auf die Klingel drückt und durch die blaue Holztüre geht. In dem Gebäude befindet sich Athens größte Armenküche. Heute gibt es Fassolada, eine Bohnensuppe, dazu ein Stück Weißbrot und einen kleinen Plastikbecher Milchreis zum Nachtisch. Tausende Menschen werden hier jeden Tag verköstigt. Menschen, die nicht einmal mehr genug Geld für eine Mahlzeit haben. Menschen wie der junge Mann. "Giannis", antwortet er auf die Frage, wie er heißt. Man ahnt: Es ist wohl nicht sein richtiger Name. Zögernd erzählt der 29-Jährige seine Geschichte: Vor 18 Monaten hat er seinen Job als Kellner in einem Hotel verloren. Ein halbes Jahr lang bekam er Arbeitslosengeld. Danach musste Giannis seine Wohnung aufgeben, kam bei einer befreundeten Familie unter - vorübergehend. "Sie wissen nicht, dass ich arbeitslos bin." Anfangs hat er nach einem Job gesucht. Aber das ist fast aussichtslos in Griechenland, wo jeden Monat rund 20 000 Arbeitsplätze verlorengehen und sich die Arbeitslosenquote der 20-Prozent-Marke nähert. "Mehr noch als die erfolglose Suche zermürben einen die Hoffnungslosigkeit und die Scham", sagt Giannis. Jeden Morgen verlässt er das Haus, angeblich um zur Arbeit zu gehen, läuft ziellos durch die Straßen, wartet darauf, dass es Zwölf wird. Dann öffnet die Suppenküche. "Ich weiß nicht, was aus mir werden soll", so Giannis. |
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