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Lebenserwartung: Sieben Gründe, warum Arme früher sterben PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Patrick Bernau   
Montag, den 19. Dezember 2011 um 13:11 Uhr

Sie essen das Falsche, bewegen sich nicht und haben wenige Freunde. Aber lebt deshalb derjenige kürzer, der weniger verdient?

Die Deutschen leben immer länger - nur die Armen nicht? Die leben sogar kürzer als früher? Was der Linken-Abgeordnete Matthias Birkwald Anfang vergangener Woche behauptete, sorgte für eine Menge Empörung. Zwar konnten schlaue Statistiker schnell beweisen, dass Birkwald falsch gerechnet hatte - auch die Armen leben immer länger. Trotzdem gilt: Wer wenig verdient, stirbt früher. Mehr als zehn Jahre beträgt der Unterschied zwischen den reichsten und den ärmsten Frauen und Männern.

Die Linkspartei forderte gleich, die Rente mit 67 wieder abzuschaffen. Mancher machte die Lebenserwartung zum Argument gegen die Praxisgebühr: Wenn Arme sowieso schon kürzer lebten, dürfe man ihnen nicht auch noch beim Arzt ihr knappes Geld abknöpfen.

Doch solche Schlüsse kommen zu schnell. Schließlich ist mit den Daten längst noch nicht gesagt, dass Menschen früher sterben, weil sie arm sind. Können Arme so lange leben wie Reiche, wenn sie sich - in den Grenzen ihres Einkommens - genauso verhalten? Einiges spricht dafür. Forscher kennen mindestens fünf Gründe dafür, dass Arme kürzer leben.

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