WEITERE AKTUELLE INFORMATIONEN FINDEN SIE IM MENÜ LINKS UNTER "AKTUELLE BEITRÄGE" |
| Es bleiben 1100 Euro zum Leben |
|
|
|
| Geschrieben von: Der Westen |
| Mittwoch, den 25. Januar 2012 um 08:58 Uhr |
|
Bottrop.„Armut ist nicht zu sehen, aber sie ist da“, sagt Daniela Jentsch. Die 28-Jährige bekennt sich selbstbewusst zu ihrer Situation, arm zu sein. Denn Tatsache ist: Trotz Wirtschaftswachstum nimmt die Armut zu - vor allem im Ruhrgebiet. Der Armutsbericht, den der Paritätische Wohlfahrtsverband im Dezember 2011 vorlegte, belegt das mit Zahlen: Demnach stieg die Quote der Menschen, die von Armut bedroht sind, von 2005 bis 2010 in der Emscher-Lippe-Region von 17,7 auf 18,3 Prozent. „In Bottrop sind etwa 20 000 Menschen betroffen“, schätzt Andrea Multmeier, Geschäftsführerin des Verbandes in Bottrop. Die meisten Menschen rutschen durch Krankheit oder Arbeitslosigkeit in die Armut. Oftmals ging es ihnen zuvor ganz gut - so wie Daniela Jentsch: Nach der Fachoberschulreife mit Qualifikation machte sie eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau für Uhren, Schmuck und Juwelen. Jahrelang lief der Alltag, Daniela heiratete, ihr Mann verdiente gut. Doch mit der Geburt ihrer Tochter Lena 2007 riss der Glücksfaden: Ihr Mann verlor seinen Job und die Ehe zerbrach. „Seither begleiten mich Arbeitslosengeld und Hartz IV“, erzählt die junge Mutter. „Zum Leben ist’s zu wenig, zum Sterben zu viel.“ Immerhin hat Daniela vor kurzem wieder eine Teilzeitstelle im Einzelhandel gefunden. „Dennoch bleiben mir im Monat nur etwa 1100 Euro für Lebensunterhalt, Miete, Kleidung, usw.“, so Jentsch. „Ohne die Unterstützung meiner Eltern und meines Freundes, der schon mal den Kühlschrank füllt, wüsste ich gar nicht, wie ich alles bewältigen sollte.“ mehr lesen |
© 2010 Armutsnetzwerk | administrated by Hamann Webdesign
Creative Commons