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Leipzig zieht Bilanz: Europäisches Jahr gegen Armut und soziale Ausgrenzung geht zu Ende PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: York Töllner   
Samstag, den 04. Dezember 2010 um 10:21 Uhr

Matthias Weidemann

Katja Meier und Thomas Fabian.
Katja Meier und Thomas Fabian.
Foto: Matthias Weidemann
„Wir wissen schon lange, dass Leipzig eine der Städte in Deutschland mit der größten Armutsbedrohung ist“, meinte Bürgermeister Thomas Fabian zum Auftakt des Pressetermins zur Regionalkonferenz anlässlich des Europäischen Jahres gegen Armut und soziale Ausgrenzung, die am Mittwoch im Neuen Rathaus in Leipzig stattfand.
Ob man aus dem Wissen um die Bedrohung auch Konsequenzen gezogen hat, soll eben jene Regionalkonferenz zeigen.
Thomas Fabian: „Das Europäische Jahr 2010 gegen Armut und Ausgrenzung neigt sich dem Ende zu. Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales sowie mit Vertretern der Sozialministerien von Sachsen-Anhalt und Sachsen werden wir die Aktivitäten, Projekte und Erfahrungen dieses Jahres auswerten. Und es ist ja nicht so, dass wir die Hände in den Schoß gelegt hätten. Ich spreche jetzt für Leipzig, wenn ich sage, dass ich das Sozialticket für einen echten Meilenstein in dieser Hinsicht halte. Der Erfolg dieser Einrichtung gibt uns recht. So wurde das Sozialticket bisher monatlich an 20.000 Leipziger verkauft. Das ist für uns Ansporn, weiter zu machen und zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“
In diesem Zusammenhang wies Thomas Fabian auch auf die inzwischen erwiesenen Zusammenhänge zwischen sozialem Hintergrund und Bildungschancen hin. Der Bürgermeister: „Stadtgebiete mit Haushalten, in denen Menschen leben, die auf Hartz IV angewiesen sind, haben einen niedrigeren Schnitt an Kindern, die höhere Schulen besuchen. Ein Umstand, den es unbedingt abzuschaffen gilt.“

 

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