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Für ein umfassendes Streikrecht

Die Bundesrepublik Deutschland hat weltweit das rückständigste und restriktivste Streikrecht. Das Streikrecht in Deutschland ist lediglich Richterrecht. Im Grundgesetz (GG) findet sich außer der Koalitionsfreiheit gemäß Art. 9 Abs. 3 kein konkreter Hinweis

Unterzeichnen Sie den Wiesbadener Appell.

Arm durch Niedriglohn PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 20. April 2011 um 20:10 Uhr

Die Zahl der Armen steigt, und ihre Einkommen sinken – besonders stark seit der Jahrtausendwende. Bildung und ein Job schützen davor nicht.

Armut hat viele Facetten. Der Mangel an Geld ist nur eine davon. Wer arm ist, kann sein Leben nur begrenzt selbst gestalten, etwa aus Mangel an Bildung, guter Gesundheit, politischem Einfluss oder sozialen Kontakten. Armut bedeutet Macht- und Perspektivlosigkeit. Deshalb ist ein Student nicht unbedingt arm, selbst wenn ihm wenig Geld zur Verfügung steht.

Dennoch greift die Statistik meist auf finanzielle Maßstäbe zurück, wenn es darum geht, Armut abzubilden, zum Beispiel auf die Armutsgefährdungsquote. Sie gibt an, wie hoch der Anteil der Deutschen mit besonders niedrigem Einkommen an der Gesamtbevölkerung ist. In den vergangenen Jahren, besonders seit der Jahrtausendwende, ist sie stetig gestiegen (siehe Grafik 1). Zuletzt kletterte sie auf 14,5 Prozent, das sind umgerechnet mehr als elf Millionen Menschen. Anfang der 1990er Jahre, als erstmals gesamtdeutsche Daten vorlagen, galten nur 11,3 Prozent der Deutschen als arm.

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