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Moralisieren verstärkt die Scham |
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Freitag, den 29. April 2011 um 11:45 Uhr |
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Ein Sonderforschungsbereich (SFB) der Uni Trier beschäftigt sich seit 2002 mit dem Thema "Fremdheit und Armut". Auf seiner Arbeit basiert die Sonderausstellung "Armut - Perspektiven in Kunst und Gesellschaft": Im Stadtmuseum Simeonstift und dem Rheinischen Landesmuseum sind Kunstwerke und historische Exponate zu einem der brisantesten Themen unserer Zeit zu sehen.
Trier. Mit Herbert Uerlings, Sprecher des SFB, sprach TV-Redaktionsmitglied Ariane Arndt darüber, wie Armut heute gelebt und wie mit ihr umgegangen wird. Ist eine Gesellschaft ohne Armut möglich? Uerlings: Nein, das wird es wohl nie geben. Aber die Idee gab es immer wieder. Im 19. Jahrhundert zum Beispiel, als man Armut als Unrecht ansah, dessen Wurzeln in den gesellschaftlichen Verhältnissen lagen. Und in den Jahren 1948 bis 1972 in der Bundesrepublik, der Zeit des sogenannten Wirtschaftswunders. Damals glaubte man, die Armut abgeschafft zu haben, und konnte sich nicht vorstellen, dass sie wiederkommt.
komplettes Interview
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