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LAK Niedersachsen: Kein Grund zur Entwarnung PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 28. September 2011 um 11:04 Uhr

Stagnation der Armutsgefährdung im Land kein Grund zur Entwarnung
22.09.2011, Hannover. Die Landesarmutskonferenz (LAK) Niedersachsen sieht in der Tatsache, dass die Armutsgefährdungsquote und die Reichtumsquote 2010 in Niedersachsen um jeweils 0,1 % gesunken sind, keinen Grund zur Entwarnung.  

Horst-Peter Ludwigs (Nieders. Flüchtlingsrat) als Sprecher der LAK Niedersachsen betont:
“Die Tatsache, dass nach wie vor jeder 7. Niedersachse unterhalb der Armutsgefährdungsschwelle liegt, bleibt ein Skandal, gerade der Anteil von Armut bedrohter Menschen bei Alleinerziehenden mit fast 40% und bei Erwerbslosen mit über 50 % gibt zu Sorge Anlass. Nachhaltige Armutsbekämpfung muss andere Ergebnisse vorweisen können, vor allem vor dem Hintergrund drohender zukünftiger Altersarmut.“

Martin Fischer (Diakonie) unterstreicht als Sprecher der LAK Niedersachsen:
„Wenn eine zukünftige negative Wirtschaftsentwicklung auf den Arbeitsmarkt durchschlägt, wird das negative Folgen auch für die Armutsgefährdungsquote haben. Der immer größer werdende Anteil prekärer Beschäftigungsverhältnisse verstärkt die Armutsbedrohung zusätzlich und nach Einschätzung der Bundesagentur für Arbeit gibt es inzwischen einen „harten Kern“ von fast 900.000 Langzeitarbeitslosen, die derzeit wenig Chancen auf dem regulären Arbeitsmarkt haben. Bund, Länder und Kommunen müssen gemeinsam mit allen Akteuren und Betroffenen aktiver als bisher an der Armutsbekämpfung arbeiten.“

Beide Sprecher weisen daraufhin, dass die LAK Niedersachsen verstärkt im Dialog mit den Betroffenen und ihren Organisationen steht und: “Wir werden weiterhin mit kreativen Aktionen auf Missstände aufmerksam machen und wir werden weiter den konstruktiven Dialog mit allen Verantwortlichen in Politik und Gesellschaft suchen. So wird
die LAK Niedersachsen unter anderem die Kunst-Ausstellung „Meet!2011“ unterstützen, die sich mit den Grundbedürfnissen “Nahrung, Kleidung, Obdach” auseinander setzt.“

Pressemitteilung 22.09.2011, Landesarmutskonferenz Niedersachsen, Klaus-Dieter Gleitze

(Quelle: fd-regionhannover.de)



 
 

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