Für ein umfassendes Streikrecht Die Bundesrepublik Deutschland hat weltweit das rückständigste und restriktivste Streikrecht. Das Streikrecht in Deutschland ist lediglich Richterrecht. Im Grundgesetz (GG) findet sich außer der Koalitionsfreiheit gemäß Art. 9 Abs. 3 kein konkreter Hinweis |
| Armut bei Migranten ist eine Schande für das Zuwanderungsland Deutschland |
|
|
|
| Geschrieben von: nak |
| Dienstag, den 13. Dezember 2011 um 19:54 Uhr |
|
Zum Aktionsplan Integration der Bundesregierung und zum  Internationalen Tag der Migranten am 18. Dezember Sie sind ein Garant für den Fortbestand unserer Gesellschaft: Migrantinnen und Migranten machen rund 20 Prozent der Menschen im geburtenarmen Deutschland aus – Tendenz steigend. Gerade deshalb ist es alarmierend, dass ausgerechnet in diesem wachsenden Teil der Bevölkerung Armut überproportional festzustellen ist: Jeder vierte Migrant (26 Prozent) gilt laut Statistischem Bundesamt als armutsgefährdet. Damit ist das Armutsrisiko dieser Bevölkerungsgruppe mehr als doppelt so hoch wie bei der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund (12 Prozent). „Für das Zuwanderungsland Deutschland ist das eine Schande“, erklärt Thomas Beyer, Sprecher der Nationalen Armutskonferenz (nak). Alleinerziehende, Bürger ohne Schulabschluss und Erwerbslose tragen generell ein überdurchschnittlich hohes Risiko arm zu sein. Auf Menschen mit Migrationshintergrund, die diese Merkmale aufweisen, trifft dies indes verschärft zu. Beispielsweise ist nach Angaben des Statistischen Bundesamts jede zweite alleinerziehende Migrantin arm; bei den deutschen alleinerziehenden Frauen ist jede dritte bedürftig. Auch andere Formen der Bedürftigkeit wie Kinder- und Altersarmut sind unter Migranten überdurchschnittlich stark vertreten. Rund 15 Prozent der Migrantinnen und Migranten haben keinen anerkannten Schulabschluss; in der übrigen Bevölkerung trifft das auf 2 Prozent zu. 45 Prozent der Migrantinnen und Migranten fehlt ein in Deutschland anerkannter Berufsabschluss. Die vergleichbare Zahl in der Gesamtbevölkerung beläuft sich auf „nur“ 20 Prozent. Um diesem insgesamt beschämenden Statuts quo entgegenzuwirken, fordert Beyer auch mit Blick auf den Aktionsplan Integration der Bundesregierung, den das Kabinett am kommenden Mittwoch beschließen soll: „Bildung ist der Schlüssel, um den Ausweg aus der Armut zu finden. Wer Menschen mit Migrationshintergrund Bildungschancen vorenthält, nimmt ihre Armut in Kauf – und das darf nicht sein.“ |
© 2010 Armutsnetzwerk | administrated by Hamann Webdesign
Creative Commons