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Armut und Ausgrenzung PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dietmar Hamann   
Mittwoch, den 26. Januar 2011 um 15:45 Uhr

Auf der Webseite "Regierungonline" der Bundesregierung findet sich der Artikel "Mit neuem Mut gegen Armut und Ausgrenzung" in dem es heisst:

Nur gute Bildung, soziale Teilhabe und Erwerbstätigkeit schützen langfristig vor Armut und Ausgrenzung. So lautet das Fazit der Beteiligten bei der Abschlussveranstaltung zum Europäischen Jahr gegen Armut und soziale Ausgrenzung.

Dieser Aussage kann man sich nur anschließen. Allerdings machen mich die nachfolgenden Ausführungen nachdenklich. Von einer Erfolgsmeldung zum Abschluß des Jahres 2010 gegen Armut und Ausgrenzung habe ich nirgendwo vorher gelesen oder davon gehört. Als Teilnehmer der Tagung der Nationalen Armutskonferemz im Juni 2010 in Berlin und Mitbetreiber der Seiten des www.armutsnetzwerk.de habe ich mich ständig intensiv mit der Problematik beschäftgt. Es gab von vielen Seiten Bemühungen, in verschiedensten Veranstaltungen auf die unbewältigte Armut und Ausgrenzung in Deutschland aufmerksam zu machen. Versprechungen gab es auch genug. Sie wurden nach kurzer Zeit einfach wieder ignoriert. Die im o.g. Artikel angeführten Beispiele sind selbstverständlich positiv zu bewerten. Sie sind jedoch in keiner Weise geeignet, die ungerechte Verteilung der gesellschaftlichen Reichtümer zu beseitigen. Die benachteiligten Kinder kommen eben aus Elternhäusern, die arm sind. Durch ein Tanztheater werden für die Mütter und Väter keine Arbeitsplätze geschaffen. Die Armutskonferenz sieht die Gewichtung der Aufgabenstellung etwas anders. Im letzten Jahr wurden immer wieder Veränderungen zu Ungunsten der Bevölkerungsschichten mit geringem oder gar keinem Einkommen vorgenommen. Dieser Trend setzt sich fort. Das zeigt das Gerangel um die Hartz-IV-Sätze. Es ist doch nicht zu glauben mit welchen statistischen Tricks ein gewollter Regelsatz errechnet wird. Es muss doch möglich sein, zu ermitteln, wie hoch der Finanzbedarf für ein Leben in Würde in unserem reichen Staat nun eigentlich ist und das alles unabhängig von Lohnabstandsvergleichen und ähnlichen Aussagen. Mit dem Resümee der Veranstalter der Abschlussveranstaltung zum Europäischen Jahr gegen Armut und soziale Ausgrenzung bin ich ganz und gar nicht einverstanden.

Ein Versprechen gebe ich aber hier ab:

Ich werde in meiner ehrenamtlichen Tätigkeit als Webmaster der Seiten des Armutsnetzwerkes im Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit nicht nachlassen auf Mißstände hinzuweisen, zu informieren und mitzuhelfen Armut und Ausgrenzung zu bekämpfen.

Dietmar Hamann

 

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