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Armut im Alter steigt dramatisch PDF Drucken E-Mail
Dienstag, den 01. November 2011 um 11:13 Uhr

Viele Rentner werden sich ihre Wohnungen nicht mehr leisten können. Zudem wird es nicht genügend günstigere Wohnungen geben

Neu-Ulm/Ulm Ein Großteil der älteren Menschen im Landkreis Neu-Ulm sowie der Stadt Ulm wird in den kommenden Jahren über einen Wohnungswechsel nachdenken müssen: Viele Rentner werden sich ihre jetzigen Wohnungen künftig nicht mehr leisten können. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Untersuchung des Pestel-Instituts. Diese prognostiziert eine erheblich zunehmende Altersarmut.

Demnach werden im Jahr 2020 mehr als 870 Rentner im Landkreis Neu-Ulm auf die staatliche Grundsicherung im Alter angewiesen sein. In Ulm sollen im Jahr 2020 rund 1100 Rentner derart betroffen sein. Ihre Zahl würde damit noch in diesem Jahrzehnt dramatisch steigen – um nahezu 89,9 Prozent in Ulm und 79,2 Prozent im Kreis Neu-Ulm.

„Das soziale Netz wird die meisten 55- bis 65-Jährigen, die heute von Hartz IV leben, im Rentenalter auffangen müssen. Wir werden damit auch in der Region einen deutlichen Anstieg der Altersarmut erleben“, sagt Matthias Günther vom Pestel-Institut in Hannover. Immer mehr Menschen mit gebrochenen Erwerbsbiografien gingen in Rente. Phasen von Arbeitslosigkeit, Niedriglöhne und dauerhaft geringfügige Beschäftigungen seien dabei für sinkende Rentenbezüge bei Neurentnern verantwortlich. Ebenso eine nur geringe oder keine Altersvorsorge bei vielen Selbstständigen. Auch dies führe zu einer wachsenden Altersarmut.

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