Für ein umfassendes Streikrecht Die Bundesrepublik Deutschland hat weltweit das rückständigste und restriktivste Streikrecht. Das Streikrecht in Deutschland ist lediglich Richterrecht. Im Grundgesetz (GG) findet sich außer der Koalitionsfreiheit gemäß Art. 9 Abs. 3 kein konkreter Hinweis |
| Gute Geschäfte, schlechte Löhne |
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| Geschrieben von: Stefan Vetter |
| Dienstag, den 11. Oktober 2011 um 12:46 Uhr |
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Berlin. Die Branche strotzt vor Selbstbewusstsein: „Eine Großstadt, die Wirtschaft, ja die ganze Gesellschaft ohne sie? Undenkbar. Callcenter halten alles am Laufen“. Mit diesen Worten wirbt der Callcenter-Verband (CCV) auf seiner Homepage um Aufmerksamkeit. Tatsächlich laufen die Beratungs- und Verkaufsgeschäfte per Telefon blendend. Allein in den vergangenen fünf Jahren hat sich der Zahl der Voll- und Teilzeitbeschäftigten in Callcentern um 74 Prozent erhöht. Gab es Ende 2005 rund 54 000 Mitarbeiter, so waren es im Dezember 2010 schon 94 000. Das geht aus einer Übersicht der Bundesagentur für Arbeit hervor. In der Nürnberger Statistik sind allerdings nur solche Unternehmen erfasst, deren Schwerpunkt in dieser Branche liegt. Der Callcenter-Verband schätzt den gesamten Personalbestand aktuell auf 450 000. Der erwirtschaftete Jahresumsatz liegt nach Verbandsangaben bei immerhin zwölf Milliarden Euro. Für die meisten Beschäftigten spiegelt sich der Boom kaum in der Lohntüte wider. Im Gegenteil. Der Anteil der Niedriglöhner in Callcentern ist überdurchschnittlich hoch. Nach Daten der Bundesagentur für Arbeit fallen 64 Prozent der Vollzeitbeschäftigten in diese Kategorie. In der gesamten deutschen Wirtschaft liegt der Anteil der Niedriglöhner nur bei 23 Prozent. Zugrunde gelegt wurde die bundeseinheitliche Niedriglohnschwelle für sozialversicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigung. Sie lag Ende 2010 bei einem monatlichen Bruttoverdienst von 1802 Euro. In Schleswig-Holstein ist der Anteil der Beschäftigten in Callcentern, die unter dieser Schwelle verdienen, mit 79 Prozent am höchsten, gefolgt von Niedersachsen (68 Prozent). mehr lesen |
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