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Für ein umfassendes Streikrecht

Die Bundesrepublik Deutschland hat weltweit das rückständigste und restriktivste Streikrecht. Das Streikrecht in Deutschland ist lediglich Richterrecht. Im Grundgesetz (GG) findet sich außer der Koalitionsfreiheit gemäß Art. 9 Abs. 3 kein konkreter Hinweis

Unterzeichnen Sie den Wiesbadener Appell.

Kein Weg aus der Armut PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Barbara Dribbusch   
Dienstag, den 01. November 2011 um 16:58 Uhr

Auch mit sieben Euro brutto in der Stunde besteht unter Umständen noch Anspruch auf Hartz IV. Und am Ende droht weiterhin Altersarmut.

BERLIN taz | Auf die Großzügigkeit der Kunden sind die Pizzaboten angewiesen. Wer mit einem Moped des Pizzaservice durch die Gegend düst, bekommt in Berlin 4,50 brutto die Stunde vom Arbeitgeber - plus Trinkgeld vom Kunden, wenn man Glück hat.

Wer sich als Hilfskellnerin verdingt, fängt auch mit 6 Euro in der Stunde an. Wer morgens in aller Frühe Windeln und Gurkengläser in Supermarktregale packt und dafür bei einem Subunternehmen angestellt ist, verdient mitunter sogar weniger. VerkäuferInnen in Billigläden arbeiten gleichfalls zum Niedriglohn.Trinkgeld gibt es hier nicht.

Der Betrag von 7 Euro brutto Stundenlohn wird derzeit in der Politik als Lohnuntergrenze diskutiert - doch wem würde das was bringen? Immerhin 10 Prozent aller Beschäftigten in Deutschland bekommen für ihre Ackerei weniger als 7 Euro in der Stunde, so die neuesten Zahlen vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) für das Jahr 2010. Das sind 3,3 Millionen Menschen, davon leben 2,2 Millionen im Westen. Von den Vollzeitbeschäftigten ackert aber nur jeder 20. für einen Lohn von weniger als 7 Euro. In der Mehrzahl sind die Niedriglöhner Teilzeitkräfte und MinijobberInnen, darunter überproportional viele Frauen und viele jüngere ArbeitnehmerInnen.

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