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Für ein umfassendes Streikrecht

Die Bundesrepublik Deutschland hat weltweit das rückständigste und restriktivste Streikrecht. Das Streikrecht in Deutschland ist lediglich Richterrecht. Im Grundgesetz (GG) findet sich außer der Koalitionsfreiheit gemäß Art. 9 Abs. 3 kein konkreter Hinweis

Unterzeichnen Sie den Wiesbadener Appell.

Mindestlohn entzweit CDU und FDP FDP warnt vor betoniertem Arbeitsmarkt - Von der Leyen sieht keine Gefahr für Jobs PDF Drucken E-Mail
Sonntag, den 06. November 2011 um 13:05 Uhr

Weitere Meinungen

Die Politik muss das Praktika-Schlupfloch schließen

Amazon ist ein Segen. Nicht nur für Menschen, die lieber am PC einkaufen, sondern auch für Rheinberg und Werne, wo der Konzern neue Logistikzentren und damit Hunderte Jobs in Regionen geschaffen hat, die vom Strukturwandel gebeutelt sind.
Und doch muss man den Wein mit etwas Wasser verdünnen. Dazu gehört die bittere Einsicht, dass die Amazon-Erfolgsbilanz der Arbeitsverwaltung ganz offensichtlich auch durch Tausende Euro unnötig gezahlter Hartz-IV-Bezüge und knapp 200 Euro Lohnverzicht von jedem neu eingestellten Arbeitslosen erkauft worden ist. Praktika, wie sie bei Amazon üblich waren, sind in der Sozialgesetzgebung explizit vorgesehen, also legal.

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Die CDU tappt in die Mindestlohn-Falle

Hätte man vor zwei Wochen gefragt, welches Kaninchen die schwarz-gelbe Koalition wohl als Nächstes aus dem Hut zaubert: Kaum jemand wäre auf die Idee verfallen, es könnte der allgemeine Mindestlohn sein. Statt anzufangen, die vielen noch nicht eingelösten Versprechen wenigstens zum Beginn der zweiten Hälfte der Legislaturperiode abzuarbeiten, steckt die CDU nun Energie in etwas, das im Koalitionsvertrag explizit ausgeschlossen worden war.
Damit nicht genug. 2008 war es die Linkspartei, die - mit guten Umfragewerten im Rücken - SPD und letztlich auch Union mit dem Thema Mindestlohn vor sich hergetrieben hat. Inzwischen hat sich die politische Dynamik verschoben, der allgemeine Mindestlohn war aus der öffentlichen Diskussion fast rückstandsfrei verschwunden. Wenn die CDU nun damit um die Ecke kommt, tut sie es ohne Not - es sei denn, man glaubt ernsthaft, eine bürgerliche Partei könne Wahlen nur noch gewinnen, wenn sie als SPD-Plagiat antritt.

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Berlin (Weltexpress) - Die Mindestlohndebatte erweist sich als hartnäckige Störung des Koalitionsfriedens. FDP-Generalsekretär Christian Lindner warnte am Sonntag vor "arbeitsmarktpolitischem Beton." Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) sieht dagegen in Mindestlöhnen keine Gefahr für Arbeitsplätze. Die CDU will auf ihrem Parteitag eine Lohnuntergrenze für tariflich nicht geregelte Branchen beschließen.

Lindner sagte der Zeitung "Bild am Sonntag", Union und FDP hätten den flächendeckenden, gesetzlichen Mindestlohn im Koalitionsvertrag abgelehnt. Dabei bleibe es. "Die FDP hat ein Wächteramt für die soziale Marktwirtschaft", sagte er. In den Nachbarländern gebe es schlechte Erfahrungen. In Frankreich versperre ein starrer Mindestlohn Jugendlichen den Berufseinstieg. "Ich warne davor, neuen arbeitsmarktpolitischen Beton anzumischen", sagte er. "Weil die Mieten in Düsseldorf höher sind als in Dessau, können Politiker keine gleichen Löhne festlegen."

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