Für ein umfassendes Streikrecht Die Bundesrepublik Deutschland hat weltweit das rückständigste und restriktivste Streikrecht. Das Streikrecht in Deutschland ist lediglich Richterrecht. Im Grundgesetz (GG) findet sich außer der Koalitionsfreiheit gemäß Art. 9 Abs. 3 kein konkreter Hinweis |
| Der Lohn ist mehr als eine Geldfrage |
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| Montag, den 07. November 2011 um 07:00 Uhr |
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Ist ein Stundenlohn von 7,79 Euro gerecht? Müssen es 9,20 Euro sein? Oder ist ein Mittelwert von 8,50 Euro ein guter Kompromiss? All diese Beträge sind als Mindestlohn im Gespräch. Die Forderung nach einer gesetzlich festgelegten Lohnuntergrenze ist alt. Gewerkschaften und Sozialverbände machen sich dafür seit Jahren stark. Dennoch hat die Forderung nichts von ihrer Brisanz und ihrer Berechtigung verloren, im Gegenteil. Die Ausweitung des Niedriglohnsektors gefährdet längst den Sozialstaat. Da mögen die statistischen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit für noch so viel Optimismus sorgen und mit 2,737 Millionen Erwerbslosen rekordverdächtig niedrig sein. Die Qualität der Arbeit sinkt vielerorts. Minijobs, befristete Verträge, Leiharbeit nehmen zu. Für immer mehr Menschen bedeutet dies, dass sie trotz einer Vollzeitbeschäftigung auf die Hilfe des Staates angewiesen sind. Ein Problem, das sich fortsetzt: Der Billigjobber von heute ist der bedürftige Rentner von morgen. Hier kann man Karl-Josef Laumann, dem Vorsitzenden des Arbeitnehmerflügels der CDU, nur recht geben. Er sagt: „Eine Arbeit, von der man nicht leben kann, hat auch keine Würde.“ Und sie zerstört das Gerechtigkeitsprinzip. Demnach muss ein gerechter Lohn unter anderem die Grundbedürfnisse des Einzelnen decken, er muss eine Teilnahme an der Gesellschaft sichern und er muss die Leistung würdigen. Doch leisten die fünf Millionen Arbeitnehmer, die weniger als 8,50 Euro in der Stunde haben, wirklich so viel weniger als die hoch dotierten Manager? Und ist es gerecht, dass ausgerechnet diejenigen die ganz großen Gewinne mit nach Hause nehmen, die sich außerhalb der realen Produktion von Gütern und Dienstleistungen auf Spekulationsgeschäfte konzentrieren? Die Folge ist eine zunehmend ungerechte Vermögensverteilung, die den sozialen Frieden bedroht. mehr lesen |
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