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Obdachlos: Land sucht neue Lösungen für altes Problem PDF Drucken E-Mail
Freitag, den 26. August 2011 um 04:33 Uhr

Viele nennen sie Penner, Landstreicher oder Berber. Ihre Nähe wird gemieden, sieht man sie in der Innenstadt, wird ein Bogen um sie herum gemacht. Wohnungslose sind oft krank und sozial isoliert und werden im Alltag diskriminiert und ausgegrenzt. Das NRW-Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales will daher mit der Fachtagung "Wohnungslosigkeit in NRW - Neue Lösungen für ein altes Problem?!" in Bonn auf die Lebenssituation von wohnungslosen und von Obdachlosigkeit bedrohten Menschen aufmerksam machen. Am Donnerstag, 8. September, sind interessierte Bürger eingeladen, im Münster-Carré (Gangolfstraße 14) mitzudiskutieren. Die Teilnahme ist kostenlos.

der SchlafendeTrotz des sichtbaren Elends auf Straßen und Plätzen sieht man den meisten Wohnungslosen ihre Situation gar nicht an. Es sind Menschen am Rande der Gesellschaft, so weit am Rande, dass sie gerne übersehen oder ganz einfach vergessen werden. In Nordrhein-Westfalen waren 2009 rund 12 000 Menschen als behördlich untergebrachte Obdachlose gemeldet. Dabei werden nicht die Menschen mitgezählt, die auf der Straße leben, oder die die zahlreichen Hilfen und Angebote der Freien und Öffentlichen Träger in Anspruch nehmen.

Land stellt sein Aktionsprogramm vor

Die Veranstaltung, die um 9.30 Uhr beginnt, will informieren und sensibilisieren. Neben dem Aktionsprogramm der Landesregierung "Obdachlosigkeit vermeiden. Weiterentwicklung der Hilfen in Wohnungsnotfällen" werden auch Präventionsstrategien und Lösungsansätze vorgestellt. Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch wird die Tagung mit einem Grußwort eröffnen. Nach einem Ausschnitt aus Günter Wallraffs Film "Unter Null - Leben auf der Straße", wird Guntram Schneider, NRW-Minister für Arbeit, Integration und Soziales, einen Vortrag zum Thema Wohnungslosigkeit in NRW halten. Dr. Volker Busch-Geertsema von der Gesellschaft für innovative Sozialforschung und Sozialplanung wird über Konzepte zur Verringerung der Wohnungslosigkeit berichten.

Auf dem Podium diskutieren: Hans-Peter Müller (Amt für Wohnen und Soziales der Stadt Bonn), Gerhard Roden (Caritasverband für die Stadt Bonn), Dr. Volker Busch-Geertsema, Werena Rosenke (stellvertretende Geschäftsführerin der Bundesarbeitsgemeinschaft der Wohnungslosenhilfe), Bernhard von Grünberg (Vorsitzender Deutscher Mieterbund NRW) sowie ein von Wohnungslosigkeit betroffener Mann.

Anmeldung umgehend beim Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, Telefon (02 11) 8 55 33 08, Fax (02 11) 8 55 35 13.

Anmeldungen per E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 
 

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