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Für ein umfassendes Streikrecht

Die Bundesrepublik Deutschland hat weltweit das rückständigste und restriktivste Streikrecht. Das Streikrecht in Deutschland ist lediglich Richterrecht. Im Grundgesetz (GG) findet sich außer der Koalitionsfreiheit gemäß Art. 9 Abs. 3 kein konkreter Hinweis

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Fremd und obdachlos in Berlin PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: die Kirche   
Mittwoch, den 23. November 2011 um 23:15 Uhr

Eigentlich wollte Andreas Stasiewicz von der Hamburger Stadtmission einen polnischen Landsmann, der seit fünf Jahren in der Hansestadt lebt und obdachlos ist, zum Gespräch mitbringen. Doch der alkoholkranke Mann wurde wegen einer Schlägerei am Morgen von der Polizei festgesetzt. Auch eine Frau, die zum Gespräch mit dem Reporter eingeladen war, erscheint nicht. Zuverlässigkeit scheint ein Grundproblem zu sein: „Von fünf Terminen mit Obdachlosen klappt einer“, meint Stasiewicz trocken, „deshalb sind sie ja obdachlos“.

Für manche ist deutsches Knastessen eine Verbesserung

Stasiewicz spottet nicht. Der erwähnte Pole kam als Selbstständiger mit Gewerbeschein nach Hamburg und nicht über einen 600 Euro Monatsverdienst hinaus. Der Mann  fing an zu trinken, der Kontakt zur Familie verschlechterte sich, es folgte die Scheidung. „Er wird keine Therapie bekommen“, sagt Stasiewicz über dessen Aussichten in Deutschland, „er versteht den Arzt nicht“.
Rund 20 Prozent der europäischen Arbeitsmigranten scheitern. Der Schwarzarbeitsmarkt, die Selbständigkeit im Billiglohnsektor, sie können das Überleben nicht sichern. Die Lage für Rumänen und Bulgaren ist noch schwieriger: Für sie, so lässt Stasiewicz durchblicken, ist das Knastessen in Deutschland schon eine Verbesserung  gegenüber ihrem Zuhause. Seit dem 1. November 2010 hat Stasiewicz 500 obdachlose Osteuropäer in Hamburg betreut. Für 150 konnte er die Heimkehr nach Hause organisieren. 90 polnische Landsleute waren darunter. Seit Anfang November arbeitet Stasiewicz in der Aufnahmestelle für EU-Bürger, die das Land Hamburg neu gegründet hat. Das sei „Arbeit ohne Ende“. Ziel ist nach seinen Worten, die Leute heimzubringen. Nicht nur Stasiewicz ist davon überzeugt, dass bei der Freizügigkeit des EU-Arbeitsmarktes soziale Standards schlicht vergessen wurden.

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