Für ein umfassendes Streikrecht Die Bundesrepublik Deutschland hat weltweit das rückständigste und restriktivste Streikrecht. Das Streikrecht in Deutschland ist lediglich Richterrecht. Im Grundgesetz (GG) findet sich außer der Koalitionsfreiheit gemäß Art. 9 Abs. 3 kein konkreter Hinweis |
| Reden statt auf der Straße landen |
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| Geschrieben von: Augsburger Allgemeine |
| Dienstag, den 17. Januar 2012 um 04:17 Uhr |
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Die Präventionsstelle für Wohnraumerhaltung der Diakonie hat schon Vielen geholfen.Es ist ein Bild, dass Susanne Deininger gut kennt: heruntergelassenen Jalousien und ein überquellender Briefkasten, der seit Monaten nicht geleert wurde. Die Mitarbeiterin der Diakonie Neu-Ulm kümmert sich um Menschen, die ihre Miete nicht mehr bezahlen können oder aus anderen Gründen in Gefahr sind, ihre Wohnung zu verlieren. Wenn sie bei ihren Klienten an der Türe klingelt, öffnet zunächst oft niemand. "Viele machen gar nicht mehr auf. Sie haben solche Angst vor der Außenwelt, dass sie alles verdrängen“, sagt sie. Auch in solchen Fällen lässt die Frau nicht locker. Sie will verhindern, dass die Menschen obdachlos werden. Nicht alle Mieter kommen aus der Schuldenfalle. Die Präventionsstelle für Wohnraumerhaltung der Diakonie wurde vor gut einem halben Jahr gegründet und ist seitdem von Susanne Deininger besetzt. Gestern zog sie bei einem Pressegespräch im Gebäude der Diakonie in Neu-Ulm eine erste, positive Bilanz ihrer Arbeit. "Je früher die Personen kommen, desto größer die Chance, die Wohnung zu halten“, sagte sie. Ist der Kontakt erst einmal hergestellt, muss die finanzielle Situation des Betroffenen geprüft und ein Konzept zur Schuldentilgung erarbeitet werden. Die Diakonie-Mitarbeiterin wendet sich dann an den Vermieter und an verschiedene andere Stellen wie beispielsweise Jobcenter. Dort kann eine Mietschuldenübernahme beantragt werden. Häufig wüssten Menschen mit geringen Einkünften auch nicht, dass sie berechtigt sind, Sozialleistungen zu beantragen, um ihr Einkommen aufzustocken, berichtet Deininger. Allen könne die Präventionsstelle jedoch nicht helfen. „Es gibt auch hoffnungslose Fälle“, erklärt sie. Das Problem: Häufig machen die Mietrückstände nur einen Teil der Schulden der Betroffenen aus. |
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