WEITERE AKTUELLE INFORMATIONEN FINDEN SIE IM MENÜ LINKS UNTER "AKTUELLE BEITRÄGE" |
| Überleben in der Berliner Wildnis |
|
|
|
| Geschrieben von: Der Tagesspiegel |
| Mittwoch, den 25. Januar 2012 um 22:35 Uhr |
|
Der Rentner Günther Z. wohnt seit 1996 im Fritz-Schloss-Park in Moabit. Viele Anwohner sind entsetzt. Doch es handelt sich nicht um einen Einzelfall. „Da kommt ja einer raus!“ Ingrid B. steht der Schreck ins Gesicht geschrieben, als sie auf den dürren Mann im fleckigen Pullover deutet, der aus einem niedrigen Verschlag aus Brettern, Ästen, Plastik und Teppichfetzen gekrochen kommt. Dann stehen sich die 75-jährige Ur-Moabiterin und der 71-jährige Günther Z., der hier seit 1996 lebt, gegenüber. Betroffenes Schweigen. Seit Jahren geht Ingrid B. zum Einkaufen durch den Fritz- Schloss-Park und kommt, ohne es zu wissen, an Z.s Behausung vorbei. „Ich dachte, da hätte jemand illegal Müll abgeladen“, sagt sie. Bekannt wurde Günther Z.s Leben im Park durch eine Polizeimeldung vom Sonntag: Jugendliche hatten mit Steinen und Ästen nach dem Rentner geworfen. Ein Passant griff ein und rief die Polizei. Günther Z. lebt hier, nur wenige Meter entfernt vom Amtsgericht Tiergarten, weitgehend unbemerkt. Seit 16 Wintern, von denen viele kälter waren als dieser. „Schnee isoliert ziemlich gut“, sagt er leise. Außerdem habe er sich mit einer Gasflasche eine Heizung gebaut. mehr lesen |
© 2010 Armutsnetzwerk | administrated by Hamann Webdesign
Creative Commons