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Attac Karlsruhe: Rund 6.000 Kinder leben hier in Armut PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: ka-news.de   
Samstag, den 07. Januar 2012 um 22:07 Uhr

Karlsruhe (kst) - Jedes sechste bis siebte Kind in Karlsruhe kann nicht jeden Mittag eine warme Mahlzeit zu sich nehmen, darauf weist die globalisierungskritische Bewegung Attac hin. Auf dem Kongress gegen Kinderarmut "Elite Macht Krise" wird das Problem am 14. Januar in Karlsruhe diskutiert. Dabei geht es den Veranstaltern nicht darum, dass die Kinder keine Markenjeans tragen können, sondern dass sie durch falsche Ernährung gesundheitlich beeinträchtigt werden.

"Kinder, die in Armut aufwachsen, haben oft mangelhaft ausgebildete Nerven. Der chronische Stress, dem die Kinder ausgesetzt sind, hinterlässt ähnliche Spuren im Gehirn wie ein Hirnschlag", sagt Georg Rommer, Mitglied bei Attac. Kinderarmut sei ein weltweites Problem - auch im reichen Deutschland.

Etwa 70 Prozent der deutschen Bevölkerung hätten kein Vermögen und rund zehn Prozent seien sogar verschuldet. Allein in Berlin lebten 37,4 Prozent in Armut. In einzelnen Stadtteilen liege die Quote sogar bei 71 Prozent, so Rommer. Auch wenn im Süden der Republik weniger Kinder betroffen seien, so lebten auch in Karlsruhe rund 6.000 Kinder unter 15 Jahren in Armut. Neben Attac kümmere sich auch die Stadt um die Problematik. Mit dem Karlsruher Kinderpass ermögliche sie beispielsweise einkommensschwachen Familien kindgerechte Freizeitaktivitäten.

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