Für ein umfassendes Streikrecht Die Bundesrepublik Deutschland hat weltweit das rückständigste und restriktivste Streikrecht. Das Streikrecht in Deutschland ist lediglich Richterrecht. Im Grundgesetz (GG) findet sich außer der Koalitionsfreiheit gemäß Art. 9 Abs. 3 kein konkreter Hinweis |
| Stopp - Langzeitarbeitslose nicht länger diskriminieren! |
|
|
|
| Montag, den 30. Mai 2011 um 14:30 Uhr |
![]() Pressemitteilung München/Berlin, 30. Mai 2011
Die stellvertretende Sprecherin der Nationalen Armutskonferenz (nak) Michaela Hofmann fordert, dass Langzeitarbeitslose nicht von der Arbeitsmarktförderung ausgeschlossen werden - Einen festen Anteil im Eingliederungstitel vorsehen
„Armut und Ausgrenzung überwinden – in Gerechtigkeit investieren“, lautet ein Leitsatz der Nationalen Armutskonferenz (nak). „Bis wir dieses Ziel erreicht haben, ist es allerdings noch ein weiter Weg. Beispielsweise werden Langzeitarbeitslose in unserer Gesellschaft zunehmend diskriminiert – das ist ein unhaltbarer Zustand“, erklärt die stellvertretende nak-Sprecherin Michaela Hofmann. Deshalb begrüßt sie eine gemeinsame Aktion des Deutschen Caritasverbands (DCV) und der Katholischen Bundesarbeitsgemeinschaft Integration durch Arbeit (IDA): Im Rahmen von „Bin langzeitarbeitslos – will arbeiten“ werden am 1. Juni zwischen 11 und 12 Uhr Langzeitarbeitslose auf Politiker, Sozialbürgermeister und Jobcenter-Geschäftsführer treffen. In den IDA-Standorten bundesweit können Menschen, die bereits seit Jahren keine Beschäftigung mehr haben, ihre täglichen Nöte schildern.
Letztere werden durch die Pläne der Bundesregierung zusätzlich auf die Spitze getrieben: Die Eingliederungstitel für den ersten Arbeitsmarkt sollen sukzessive von 6,6 Milliarden Euro auf 3,9 Milliarden Euro bis zum Jahr 2014 gesenkt werden. „Das ist ein enormer Rückschritt mit schlimmen Folgen für die Betroffenen und den Arbeitsmarkt“, sagt Hofmann. Derzeit sind von diesen Plänen rund 500.000 Menschen betroffen; etliche von ihnen haben so genannte verfestigte Vermittlungshemmnisse wie Schulden oder ein Suchtproblem.
„Diese Menschen haben das Recht auf eine bessere gesellschaftliche Teilhabe und das schleunigst“, fordert Hofmann. Hilfen wie allgemeine Sozialberatung, Schuldner- und Suchtberatung, individuelle Unterstützung zur Integration in den Arbeitsmarkt, aber auch ein auskömmlicher Regelsatz zählen dazu und sind sicherzustellen. Die Nationale Armutskonferenz (nak) ist im Herbst 1991 als deutsche Sektion des Europäischen Armutsnetzwerks (European AntiPoverty Network-EAPN) gegründet worden. Ihr Ziel ist, Bedürftigkeit in Deutschland zu minimieren. Nach dem Motto „Armut ist falsch verteilter Reichtum“ unterstützt die nak Betroffene bundesweit. Mit unverrückbaren Forderungen wie gerechte Wohlstandsverteilung, Bildungsgerechtigkeit, Mindestlohn, Gleichberechtigung und Gesundheitsvorsorge will sie zu einer sozialen Politik beitragen. Mitglieder der nak sind: Arbeiterwohlfahrt Bundesverband, Armut und Gesundheit in Deutschland, BAG Schuldnerberatung, BAG Soziale Stadtentwicklung und Gemeinwesenarbeit, BAG Wohnungslosenhilfe, Bundesbetroffeneninitiative wohnungsloser Menschen, Bundesverband Die Tafeln, Der Paritätische Gesamtverband, Deutscher Bundesjugendring, Deutscher Caritasverband, Deutscher Gewerkschaftsbund, Deutsches Rotes Kreuz, Diakonisches Werk der Ev. Kirche in Deutschland, Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland.
Kontakt Pressereferentin:
Alexandra Kournioti Telefon: 030-26309210 www.nationale-armutskonferenz.de
|
© 2010 Armutsnetzwerk | administrated by Hamann Webdesign
Creative Commons