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Arme öfter ungewollt schwanger - Pro Familia hilft PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 21. Juli 2011 um 20:50 Uhr

Oberhausen. Pro Familia prangert an: Der Staat bezahlt Armen und Geringverdienern in der Regel keine Verhütungsmittel mehr. Allerdings gibt es einen zinsfreien Kredit für die Spirale und auch ein Schwangerschaftsabbruch wird unterstützt.

Arm, aber kinderreich? Die wachsende Armut in der Bevölkerung besorgt das Team der Oberhausener Beratungsstelle „Pro Familia“. „Die schwierige finanzielle Lage der Schwangeren ist zunehmend ein Thema in unserer Schwangerschaftsberatung“, sagt die stellvertretende Leiterin Dr. Christine Gathmann. Rund 1000 Beratungen führt Pro Familia jährlich durch, etwa die Hälfte (469) beschäftigen sich mit Schwangerschaftskonflikten.

Zu wenig Informationen

Der Anteil von Menschen, die Hartz IV beziehen, spielt dabei eine immer größere Rolle: Es sind - je nach Art der Beratung - zwischen 20 und 50 Prozent. Darunter sind viele Fälle, in denen Leistungen zu gering berechnet wurden, mahnt Gathmann, in anderen Fällen mangelt es an Transparenz: So werden viele Bedürftige nicht informiert, dass sie beim Jobcenter einen zinslosen Kredit für bestimmte, teure Verhütungsmittel wie die Spirale bekommen können.

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